Ein Kind wird geipmft | Bildquelle: dpa

TK-Studie Nur jedes zweite Kleinkind hat vollen Impfschutz

Stand: 22.08.2020 12:21 Uhr

13 Impfungen werden in den ersten zwei Lebensjahren für Kinder empfohlen. Doch gut die Hälfte der 2017 in Deutschland Geborenen hat nicht alle bekommen. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse.

Etwa die Hälfte der Kleinkinder in Deutschland verfügt einer Studie zufolge über keinen ausreichenden Impfschutz. Nur 49 Prozent der im Jahr 2017 geborenen Kinder hätten in den ersten beiden Lebensjahren alle empfohlenen Impfungen erhalten, heißt es in einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK), die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

Die Quote habe sich im Vergleich zu den 2016 Geborenen von rund 47 Prozent um zwei Prozent zwar leicht erhöht, so der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas: "Es ist aber weiterhin wichtig, das Augenmerk darauf zu richten, dass die Kinder auch alle Impfungen komplett erhalten." Nur dann seien sie sicher immunisiert.

3,5 Prozent komplett ohne Impfschutz

3,5 Prozent der 2017 geborenen Kinder sind laut der Auswertung von Versichertendaten in ihren ersten zwei Lebensjahren gar nicht immunisiert worden. Manche Eltern lassen ihre Kinder laut TK jedoch nachimpfen. So fiel etwa die Quote der unvollständig gegen Masern geimpften 2016 geborenen Kinder von 10,7 Prozent in den ersten beiden Lebensjahren auf 6,4 Prozent im dritten Lebensjahr.

Für die ersten beiden Lebensjahre empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut RKI 13 Impfungen, darunter solche gegen Masern, Tetanus oder Keuchhusten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 22. August 2020 um 08:00 Uhr.

Darstellung: