Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft. | dpa

Rekordwert am Mittwoch 1,35 Millionen Impfungen an einem Tag

Stand: 14.05.2021 15:12 Uhr

Rund 1,35 Millionen Corona-Impfungen gab es in Deutschland am Mittwoch - so viele wie noch nie an einem Tag. Laut Gesundheitsminister Spahn soll sich der Schwerpunkt nun zunächst von den Erst- auf die Zweitimpfungen verlagern.

In Deutschland sind am Mittwoch so viele Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden wie noch nie. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden an dem Tag 1.353.453 Impfspritzen gesetzt, an Christi Himmelfahrt waren es 408.260.

Der neue Tagesrekord sei ein "großer Schritt nach vorn", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. Dem CDU-Politiker zufolge wurden damit an beiden Tagen zusammen fast zwei Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft. Damit seien 35,9 Prozent (29,8 Millionen) der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft und 10,6 Prozent (8,8 Millionen) voll geschützt.

Laut RKI hatte es vor dem Tagesrekord bereits in den vergangenen Wochen drei Tage mit je mehr als einer Million Impfungen gegeben. Insgesamt wurden demnach bis einschließlich Donnerstag etwa 38,6 Millionen Impfdosen verabreicht. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 40,4 Prozent. Sachsen liegt mit 31,1 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Nun Schwerpunkt auf Zweitimpfungen

Spahn zufolge soll der der Schwerpunkt beim Impfen nun bis Ende Mai nicht mehr bei den Erst-, sondern den Zweitimpfungen liegen. Dies sei nötig, um den vollen Impfschutz bei denen zu erreichen, die bereits einmal geimpft worden sind, sagte er beim Besuch der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück. Die Erstimpfungen würden dann wieder im Juni in den Vordergrund rücken.

Die weiter sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen bezeichnete Spahn als ermutigend. Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht. Die Lage sei aber bundesweit sehr unterschiedlich, denn es gebe Landkreise mit einem Inzidenzwert von 35, aber auch solche mit über 200.

Appell: Innengastronomie erst später öffnen

Trotz der erfreulichen Tendenz mahnte der Minister daher zur Vorsicht. "Wie der Juli und August werden, das entscheidet sich in den nächsten sechs Wochen", sagte er. Er betonte, ihm sei es wichtig, dass, wenn bei einer Inzidenz unter 100 geöffnet werde, dies zuerst im Außenbereich geschehe. Dies gelte für die Außengastronomie oder kleine Konzerte oder ein Fußballspiel mit ausgedünnter Teilnehmerzahl und Abstands- und Hygienekonzept.

"Ich kann nur bei den Ländern und Landkreisen dafür werben, dass wir insbesondere bei der Innengastronomie warten, bis wir unter 50er-Inzidenzen sind", sagte er. Wenn sich mehrere Menschen länger im Innenraum ohne Maske aufhielten, sei dies die Mischung, die es dem Virus leicht mache, sich zu verbreiten.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 14. Mai 2021 um 12:25 Uhr.