Eine Hand mit Handschuh zieht eine Ampulle mit dem Imfpstoff von BioNTech und Pfizer aus einer Palette. | AFP

Gesundheitsministerium 13,6 Millionen Impfdosen bis Ende März

Stand: 10.02.2021 15:47 Uhr

Nach dem holprigen Start der Impfkampagne scheint sich die Lage zumindest etwas zu entspannen. So sollen bis Ende März fast 14 Millionen Dosen geliefert werden. Ab Mai könnten rund drei Millionen Dosen wöchentlich verimpft werden.

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet bis Ende März die Lieferung von 13,6 Millionen Impfdosen. 5,3 Millionen Dosen wurden bislang geliefert. Das geht aus einer Aufstellung des Ministeriums hervor, die sich auf die Angaben der Hersteller bezieht. 

Von den 5,3 Millionen gelieferten Vakzinen entfallen 4,8 Millionen auf BioNTech Pfizer, 153.000 auf Moderna und knapp 346.000 auf das erst seit kurzem verfügbare Präparat von AstraZeneca.

Mehr als drei Millionen wurden bislang geimpft

Noch zwei Millionen Dosen lagern der Auflistung zufolge in den Ländern. Insbesondere für die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna werden für die vorgeschriebene zweite Impfung Dosen zurückgestellt - lediglich für das Serum von AstraZeneca empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium dies nicht. Insgesamt wurden bislang gut 3,3 Millionen Impfungen vorgenommen.

Nach dem anfänglichen Impfstoffmangel soll sich die Situation in den kommenden Wochen deutlich entspannen. Laut einer Modellrechnung des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Vereinigung (ZI), könnte Ende März die Kapazitätsgrenze der Impfzentren "einschließlich der mobilen Impfteams" erreicht sein.

Impfangebot für alle bis Ende des Sommers

Hinzu kommen - abhängig vom Präparat - mögliche Impfungen in Hausarztpraxen. "Ebenso zeichnet sich ab, dass die Impfzentren auch bei einer Einbeziehung der Arztpraxen in die Verimpfung für einen längeren Zeitraum parallel weiterbestehen müssen", heißt es weiter.

Ab Mai könnten rund drei Millionen Dosen wöchentlich verimpft werden und ab Ende Juni dann mehr als sieben Millionen Dosen - rechnerisch also täglich eine Million Impfdosen, heißt es in der Rechnung des ZI.

Allerdings weisen sowohl das Gesundheitsministerium als auch das ZI darauf hin, dass die Berechnungen davon abhängig sind, dass die Impfstoff-Firmen tatsächlich wie versprochen liefern. Die Bundesregierung hält es aber weiter für möglich, bis Ende des Sommers allen ein Impfangebot zu machen.

Über dieses Thema berichtete der rbb in der Sendung Brandenburg aktuell am 05. Februar 2021 um 19:30 Uhr.