Ab dieser Woche starten die Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren. | dpa

Impfpanne in Nordrhein-Westfalen Kinder versehentlich mit Moderna geimpft

Stand: 20.12.2021 07:03 Uhr

In Nordrhein-Westfalen hat es eine Panne beim Impfen mehrerer Kinder gegeben. Statt BioNTech wurde ihnen in einem Impfzentrum versehentlich Moderna gespritzt. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.

Im Impfzentrum des Kreises Olpe in Nordrhein-Westfalen haben am Sonntag mehrere Kinder den Impfstoff von Moderna gespritzt bekommen - obwohl für sie bisher nur das Mittel von BioNTech zugelassen ist. Bei den Kindern, die das Mittel von Moderna bekamen, seien zum Zeitpunkt des Verlassens des Impfzentrums keine Auffälligkeiten festzustellen gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Kreises.

"Die Eltern der betroffenen Kinder wurden sofort über den Vorfall informiert", hieß es weiter. Im Gespräch mit der ärztlichen Leitung des Impfzentrums sei ihnen mitgeteilt worden, dass für den Impfstoff Moderna die Zulassung für Kinder bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA beantragt sei.

Vorfall bei der Polizei angezeigt

Auf Wunsch der Eltern sei der Vorfall bei der Polizei angezeigt worden, hieß es. Der Fehler war der impfenden Medizinischen Fachangestellten selbst aufgefallen, wie es hieß. Um wie viele Kinder es geht, wurde nicht mitgeteilt.

Das Impfzentrum habe die Fehlleistung der Fachangestellten zum Anlass genommen, sämtliche Abläufe und Kinderimpfungen noch einmal zu überprüfen. "Sollten dabei weitere Fälle festgestellt werden, werden die Eltern davon in Kenntnis gesetzt", hieß es.

STIKO empfiehlt BioNTech für unter 30-Jährige

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im November grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Es ist der erste Corona-Impfstoff, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. Die Kinder sollen von dem Impfstoff nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten und zwei Dosen im Abstand von drei Wochen.

Der Moderna-Impfstoff Spikevax ist bisher in der EU zugelassen für Menschen ab zwölf Jahren. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für Menschen unter 30 ausschließlich die Impfung mit dem Mittel von BioNTech.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Dezember 2021 um 08:00 Uhr.