Ein ICE fährt auf der Strecke Hannover - Göttingen an einem Schotterhaufen vorbei. | Bildquelle: dpa

Wichtige Nord-Süd-Achse ICE-Strecke wird von heute an saniert

Stand: 11.06.2019 09:16 Uhr

Bahnreisende, die auf der Nord-Süd-Achse mit dem ICE unterwegs sind, müssen sich künftig auf längere Fahrzeiten einstellen. Heute beginnt die Sanierung der vielbefahrenen Schnellstrecke.

Der ICE-Verkehr zwischen Nord- und Süddeutschland wird auf absehbare Zeit durch Großbaustellen beeinträchtigt. Mehrere Trassen werden saniert - knapp 30 Jahre nach ihrer Inbetriebnahme.

Schnellfahrstrecken der Deutschen Bahn
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Überblick über die deutschen Schnellfahrstrecken: Zunächst wird der Abschnitt zwischen Hannover und Göttingen saniert. Später sind dann die gesamte Strecke bis Würzburg sowie die ICE-Trasse Mannheim-Stuttgart an der Reihe.

Zuerst trifft es den südniedersächsischen Streckenabschnitt zwischen Hannover und Göttingen. Hier wird im kommenden halben Jahr gebaut: Gleise, Weichen, Schotter - alles lässt die Deutsche Bahn erneuern. Auch Oberleitungen, Masten sowie die Strom- und Sicherungstechnik werden saniert.

Das hat massive Auswirkungen auf den ICE-Fahrplan. Da die Schnellzüge über andere, herkömmliche Strecken umgeleitet werden, verlängern sich Fahrten zwischen 30 und 45 Minuten. Die Mehrauslastung der Gleiswege hat auch Auswirkungen auf den Regionalverkehr, es kommt zu Zugausfällen oder Anpassungen der Fahrzeiten. Sämtliche Änderungen wurden im Fahrplan berücksichtigt.

Sanierungsarbeiten dauern bis 2023

Bis 2023 ist in Etappen dann die gesamte Schnellstrecke zwischen Hannover und Würzburg an der Reihe, und auch der Abschnitt zwischen Mannheim und Stuttgart soll erneuert werden. Beide ICE-Trassen wurden Anfang der 1990er in Betrieb genommen und sind dementsprechend in die Jahre gekommen.

Die Bauarbeiten lässt sich der Konzern einiges kosten: Allein für den jetzt betroffenen Abschnitt hat die Bahn 175 Millionen Euro veranschlagt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 11. Juni 2019 um 11:25 Uhr.

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