Ein Intercity-Express (ICE) der Deutschen Bahn | Bildquelle: dpa

Planung für ICE-Strecke Mit Tempo 300 von Hannover nach Bielefeld

Stand: 24.07.2020 15:21 Uhr

Der "Deutschlandtakt" der Deutschen Bahn soll viele Strecken schneller machen. Die ICE-Trasse zwischen Hannover und Bielefeld muss dafür ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr sollen die Planungen beginnen.

Die Deutsche Bahn will noch in diesem Jahr mit den Planungen für die ICE-Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld beginnen. Der Ausbau soll dazu führen, dass die Fahrzeit von rund 50 auf 30 Minuten sinkt. Das sei wichtig für den geplanten"Deutschlandtakt" mit häufigeren und schnelleren Verbindungen, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.

Ende Juni wurde dafür ein Zielfahrplanentwurf bestätigt, der festlegt, wie schnell die Züge auf bestimmten Strecken fahren müssen, damit es mit einem schnellen Umstieg an Knotenbahnhöfen klappt.

Wichtig für Anschlussverbindungen

Ziel des Ausbaus zwischen Hannover und Bielefeld ist es, innerhalb von vier Stunden von Berlin nach Köln zu kommen. Bisher benötigt der Zug noch vier Stunden und 20 Minuten. Zwischen Hannover und Bielefeld muss dafür mit Tempo 300 gefahren werden, um in unter einer Stunde von Hannover nach Hamm zu kommen.

Dies ist erforderlich, damit in diesen beiden Knotenbahnhöfen der Umstieg in andere Regionen funktioniert und alle von dem schnellen Zug profitieren. Zwischen Hannover und Hamm ist die Bahn dafür derzeit noch zu langsam, die Fahrzeit beträgt im Moment 1:19 bis 1:34 Stunden.

Widerstand gegen Ausbau

Gegen den Bau der Trasse zwischen Hannover und Bielefeld gibt jedoch seit längerem Widerstand in der Region. Bevorzugt wird ein Ausbau möglichst dicht neben der bestehenden Trasse. Damit ließe sich aber voraussichtlich nicht der nötige Zeitgewinn erreichen.

Bürger sollen in die Planung eingebunden werden, um so herauszuarbeiten, wo die neuen Gleise am besten verlegt werden können, um den nun festgelegten Fahrzeitgewinn zu realisieren, und gleichzeitig die Belange von Anwohnern und Umwelt zu berücksichtigen. Für das Bahnprojekt sind knapp 1,9 Milliarden Euro veranschlagt. Es soll auch den Regionalverkehr verbessern, der sich die Gleise dann nicht mehr mit ICE-Zügen teilen muss.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 30. Juni 2020 um 22:15 Uhr.

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