Die Teißtal-Brücke mit der ICE-Strecke überspannt das Tal.  | Bildquelle: dpa

Schrauben an ICE-Trasse gelöst Schienen-Saboteur festgenommen?

Stand: 21.03.2020 15:35 Uhr

Nach der Sabotage einer ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Laut "Spiegel" führte ein Bekennerschreiben zu dem Mann. Die Züge verkehren inzwischen wieder.

Es ist ein Mann festgenommen worden, der für einen Sabotageakt an der ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln verantwortlich sein soll. Der 51-jährige Deutsche stehe im dringenden Verdacht, an der Hochgeschwindigkeitsstrecke auf rund 80 Metern die Schienenbefestigungen gelöst zu haben, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft berichteten.

Der Haftbefehl lautet auf versuchten Mord und gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Der Mann habe den Anschlag heimtückisch geplant, weil letztlich jeder Zug mit seinen arg- und wehrlosen Insassen hätte getroffen werden können, so die Anklagebehörde.

Zuerst hatte der "Spiegel" über die Festnahme berichtet. Demnach wurde der Mann in der Nacht in der Nähe von Köln von Spezialkräften festgenommen. Auf seine Spur habe ein Bekennerschreiben geführt, das unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet gewesen sei.

Strecke wieder freigegeben

Die ICE-Strecke zwischen Frankfurt am Main und Köln wurde inzwischen wieder freigegeben. Die Züge verkehren seit dem Morgen, bestätigten Sprecher von Deutscher Bahn und Landeskriminalamt.

Laut "Spiegel" sei zum Entfernen der Befestigungen spezielles Werkzeug nötig, das nicht jeder zuhause habe. Möglicherweise seien mehrere Täter beteiligt gewesen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. März 2020 um 15:00 Uhr.

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