Hunde im Park | picture alliance / dpa Themendie

Klöckner für mehr Tierschutz Strengere Regeln für Hundehalter geplant

Stand: 21.08.2021 13:15 Uhr

Verbot der Kettenhaltung und strengere Regeln für die Hundezucht - das sind zwei der Verordnungen, die Landwirtschaftsministerin Klöckner für die Tierhaltung einführen will. Händler sollen besser geschult werden.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will die Vorschriften für die Hundehaltung und den Zoofachhandel in Deutschland verschärfen. Ihr Ministerium passe gerade die Vorgaben an neue wissenschaftliche Erkenntnisse an, sagte Klöckner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

So werde die Kettenhaltung von Hunden grundsätzlich verboten. Auch würden die Anforderungen an die Hundezucht verschärft: "Eine Mindestzeit von vier Stunden für den täglichen Umgang mit den Welpen wird dann zum Beispiel vorgegeben."

Bereits im vergangenen Sommer hatte Klöckner neue Regeln für Hundehalter angekündigt.

Fachhändler sollen besser beraten

Angesichts des Tierbooms in der Corona-Pandemie sagte Klöckner, sie wolle die Verkäufer im Zoofachhandel stärker in die Pflicht nehmen. Sie seien die ersten Ansprechpartner für Käufer.

Deshalb werde ich hier per Verordnung für mehr Sachkunde sorgen: Das Personal muss geschult sein und sich regelmäßig fortbilden. Damit sorgen wir für eine Verbesserung des Tierschutzes.

"Tiere sind nicht irgendeine Ware"

Für viele Menschen seien Tiere in der Corona-Pandemie wichtige Begleiter und Trostspender gewesen, sagte die Ministerin. "Aber Tiere sind nicht irgendeine Ware, die man sich mal eben so anschafft." Wer ein Haustier halten wolle, trage eine besondere Verantwortung. Der deutsche Tierschutzbund hatte wie auch andere Organisationen die Befürchtung geäußert, dass die Tierheime immer mehr Tiere aufnehmen müssen, die während der Corona-Lockdowns angeschafft worden waren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. August 2021 um 12:00 Uhr.