Horst Herold | Bildquelle: imago/Sven Simon

Früherer BKA-Chef Trauer um Horst Herold

Stand: 14.12.2018 17:25 Uhr

Er galt als Symbolfigur im Kampf gegen die RAF: Der ehemalige Chef des Bundeskriminalamtes, Horst Herold, ist tot. Der langjährige Präsident starb im Alter von 95 Jahren.

Trauer um den früheren Chef des Bundeskriminalamtes (BKA): Der langjährige Präsident Horst Herold ist gestorben. Er wurde 95 Jahre alt. Das teilt das BKA mit.

Herold war von 1971 bis 1981 BKA-Präsident. Seine Amtszeit war vor allem vom Kampf gegen die Rote Armee Fraktion (RAF) geprägt. Herold gilt auch als Erfinder der computergestützten Polizeiarbeit, die später in die bis heute umstrittene Rasterfahndung mündete.

Er baute das Bundeskriminalamt in den 1970-er Jahren vor allem in technischer Hinsicht grundlegend um. So konnte dank des sogenannten Inpol-Systems die BKA-Zentrale schon 1972 in sekundenschnelle Informationen an die Ermittler weiterleiten.

Horst Herold und Helmut Schmidt | Bildquelle: picture-alliance / dpa
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Am 8. Mai 1981 endete die Amtszeit Horst Herolds als BKA-Chef. Der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) verabschiedete ihn.

"Prägender Kriminalist der Nachkriegszeit"

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bezeichnete Herold als "Symbolfigur des Kampfes gegen die RAF". Herold habe die technische und personelle Ausstattung des BKA während seiner Amtszeit erfolgreich vorangetrieben und die Behörde im Bereich der Kriminaltechnik gestärkt.

"Die deutsche Kriminalpolizei verneigt sich heute vor einem der prägendsten und innovativsten Kriminalisten der Nachkriegszeit", teilte der BDK-Bundesvorsitzende Sebastian Fiedler mit.

Nach Angaben der "Süddeutsche Zeitung" starb Herold nach kurzer schwerer Krankheit.

Über dieses Thema berichtete am 14. Dezember 2018 Deutschlandfunk um 18:00 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 20:00 Uhr.

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