Hubertus Heil | Bildquelle: dpa

SPD-Arbeitsminister Auch Heil für zwölf Euro Mindestlohn

Stand: 03.11.2018 03:40 Uhr

Nach Finanzminister Scholz hat sich auch Arbeitsminister Heil für einen deutlich höheren Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. Gerade erst wurde eine Anhebung bis 2020 auf 9,35 Euro beschlossen.

Arbeitsminister Hubertus Heil hat seine Unterstützung für eine Mindestlohn-Erhöhung auf zwölf Euro bekräftigt. "Der Mindestlohn muss nach 2020 schnell weiter steigen. Zwölf Euro sind ein realistischer Wert", sagte er den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe".

Aufgebracht hatte die Forderung Heils SPD-Parteigenosse, Finanzminister Olaf Scholz. Heil hatte bereits erkennen lassen, dass diese "Zielmarke" für ihn in die richtige Richtung geht. Auch andere Genossen, darunter Parteichefin Andrea Nahles, Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann und Juso-Chef Kevin Kühnert, haben ihre Unterstützung signalisiert.

Anhebung auf 9,35 Euro beschlossen

Aktuell beträgt die gesetzliche Lohnuntergrenze 8,84 Euro pro Stunde. Sie steigt bis 2020 in zwei Schritten auf 9,35 Euro. Das beschloss das Bundeskabinett Anfang der Woche.

Heil kündigte an, das Verfahren zu überprüfen: "Ich teile das Ziel, schneller zu einem höheren Mindestlohn zu kommen." Diese Überprüfung sei ein gesetzlicher Auftrag für das Jahr 2020. Die Arbeitgeber haben bereits vor einer Erhöhung gewarnt und von "politischer Lohnwillkür" gesprochen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. November 2018 um 04:40 Uhr.

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