Dieter Thomas Heck, Moderator und Showmaster, aufgenommen während der Aufzeichnung der ZDF-Talksendung "Maybrit Illner spezial". (Archiv, 2013) | Bildquelle: dpa

Mister Hitparade Dieter Thomas Heck ist tot

Stand: 24.08.2018 21:08 Uhr

Der langjährige Moderator der "ZDF-Hitparade", Dieter Thomas Heck, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Legendär wurde seine Begrüßung: "Hier ist Berlin." Der Showmaster stand 50 Jahre lang auf der Bühne.

Der Showmaster Dieter Thomas Heck ist tot. "Mister Hitparade" starb am Donnerstag im Alter von 80 Jahren, wie der Medienanwalt Christian Schertz im Namen der Familie in Berlin mitteilte.

Einen seiner letzten großen öffentlichen Auftritte hatte Heck im Februar 2017 bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" für sein Lebenswerk. Dabei wirkte er im Gegensatz zu früher müde.

Bereits zehn Jahre zuvor hatte er nach einem halben Jahrhundert im Showgeschäft seine letzten Sendungen moderiert. Außerdem brachte er seine Biografie auf den Markt. Gelegentlich trat er noch als Gast in Fernsehshows auf und stand dabei auch als Sänger auf der Bühne.

Dieter Thomas Heck ist tot
tagesthemen 21:45 Uhr, 24.08.2018, Florian Gediehn, SWR

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"Hier ist Berlin"

Seine Medienkarriere begann 1961, als Heck, der eigentlich Carl-Dieter Heckscher hieß, in der Fernseh-Nachwuchssendung "Toi-toi-toi" von Peter Frankenfeld als Sänger entdeckt wurde. Im gleichen Jahr begann er beim damaligen Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden als Sprecher und arbeitete bei Radio Luxemburg als Disc-Jockey.

Zum Fernsehstar wurde Heck jedoch mit der "ZDF-Hitparade", die er von 1969 bis 1984 insgesamt 183 Mal live aus Berlin präsentierte. Seine Begrüßung des Publikums mit den Worten "Hier ist Berlin" wurde legendär. Bis zu 27 Millionen schalteten ein für die "ZDF Hitparade" mit dem Schnellsprecher Heck.

Dabei hatte es am Anfang von Hecks Leben gar nicht nach einer Karriere auf der großen Bühne ausgesehen. Bei einem Bombenangriff auf Hamburg wurde Heck verschüttet und konnte nur mehr stottern. Doch der traumatisierte Junge hatte ein klares Ziel: er wollte Schlagersänger werden. Erst dank Gesangsunterricht lernte Heck wieder flüssig zu sprechen.

Dieter Thomas Heck 1984 in der Sendung "Melodien für Millionen" | Bildquelle: dpa
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Als "Mister Hitparade" und "Schnellsprecher der Nation" fand Dieter Thomas Heck ein Millionenpublikum. Fast ein halbes Jahrhundert stand er vor Kameras und Mikrofonen - etwa für die Sendung "Melodien für Millionen". (Archiv: 1984)

200 Folgen Hitparade

15 Jahre und 200 Folgen Hitparade später gab Heck die Sendung auf. Doch dem Schlager blieb er treu. "Melodien für Millionen" und "Musik liegt in der Luft" hießen seine neuen Auftritte mit der bekannten Heckschen Fröhlichkeit.

Privat an seiner Seite: seine Frau Ranghild, mit der er Jahrzehnte verheiratet war und seinen Lebensabend verbrachte. Im Jahr 2007 dann schließlich sein Abschied von der Showbühne. Bis zuletzt hatte er vor großen Auftritten Lampenfieber. Das gehöre eben dazu, erklärte Heck: "Lampenfieber ist meine Art, Achtung vor dem Publikum zu zeigen."

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. August 2018 um 21:45 Uhr.

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