Ein Mann arbeitet auf dem Fensterbrett seiner Wohnung am Computer | dpa

Bevölkerung in Deutschland Immer weniger Menschen pro Haushalt

Stand: 15.09.2022 14:52 Uhr

Die Anzahl an Personen pro Haushalt in Deutschland sinkt - aber es gibt regionale Unterschiede. Im Südwesten wohnen am häufigsten drei oder mehr Menschen zusammen. In den großen Städten gibt es immer mehr Singlehaushalte.

Die Haushalte in Deutschland werden immer kleiner. In einem Haushalt leben aktuell durchschnittlich 2,06 Personen. Das teilte das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden mit, das sich auf Zahlen des Mikrozensus für das Jahr 2020 beruft.

Im Jahr 1991 lebten noch durchschnittlich 2,28 Personen in einem gemeinsamen Haushalt.

Regionale Unterschiede

Innerhalb Deutschlands gibt es starke regionale Unterschiede. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg teilen sich im Durchschnitt 2,11 Menschen einen Haushalt.

Dort gibt es auch die meisten Haushalte, in denen drei oder mehr Menschen wohnen. Nur etwa jeder Dritte in Rheinland-Pfalz lebt allein.

Kleinere Haushalte in den Stadtstaaten

In den Stadtstaaten ist das ganz anders: In Bremen liegt der Durchschnitt bei nur 1,82 Personen pro Haushalt, in Hamburg bei 1,88 und in Berlin bei 1,83. In Berlin etwa lebt etwa jeder Zweite in einem Singlehaushalt.

"Kleine Haushalte finden sich vor allem in den großen Städten, weil dort viele junge Menschen für Studium und zur Ausbildung leben", sagt Harun Sulak vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung dazu. Die Zahlen wurden den Angaben zufolge für das Jahr 2020 auf Basis des Mikrozensus veröffentlicht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. Mai 2022 um 20:00 Uhr.