Eine Frau wird von Polizisten weggetragen. | Bildquelle: dpa

Braunkohlegegner im Hambacher Forst Festnahmen und Verletzte bei Protesten

Stand: 16.09.2018 05:46 Uhr

Bei der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst sind 34 Menschen festgenommen und einige leicht verletzt worden. Die Feuerwehr versuchte, Braunkohlegegner aus einem Tunnel zu holen, in dem sie sich verschanzt hatten.

Die Polizei hat bei den Protesten im Hambacher Forst 34 Aktivisten festgenommen, wobei neun leicht verletzt wurden. Zudem seien 62 Platzverweise erteilt worden, sagte eine Aachener Polizeisprecherin.

Die Braunkohlegegner, die sich in den Tunneln im Hambacher Forst verschanzt hatten, verließen die Gänge. Die Grubenwehr habe sie am frühen Morgen davon überzeugt, freiwillig das sehr gefährliche Tunnelsystem zu verlassen, teilte die Feuerwehr Kerpen mit.

Rund 30 Aktivisten hielten über Nacht eine Mahnwache an einer Zufahrtsstraße zum besetzten Gebiet ab. In einem Baumhaus betonierten mehrere Umweltschützer laut Polizei ihre Hände ein. 

Räumung geht am Morgen weiter

Am Sonntagmorgen soll die Räumung weitergehen. Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Waldes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können. Der Hambacher Forst gilt als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung.

Seit Beginn der Räumung am Donnerstag wurden bis Samstagnachmittag nach Angaben der Polizei 13 von rund 50 Baumhäusern geräumt und beseitigt, in denen sich die Aktivisten zurückgezogen hatten.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 16. September 2018 um 04:30 Uhr.

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