Blick auf den Englischen Garten in München | Bildquelle: dpa

Parks und Gärten Großstädte werden immer grüner

Stand: 08.09.2020 14:31 Uhr

Raus ins Grüne - in vielen Großstädten war das besonders in der Corona-Zeit ein wichtiger Ausgleich. Laut einer statistischen Auswertung gibt es in urbanen Räumen seit 1996 mehr Grünflächen. 25 Quadratmeter sind es pro Person.

Deutsche Großstädte sind seit den 1990er-Jahren immer grüner geworden. Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes in den 14 bevölkerungsreichsten Städten des Landes. Demnach stieg die Grünfläche pro Kopf zwischen 1996 und 2018 von durchschnittlich 18 auf 25 Quadratmeter. Prozentual gesehen wuchs der "Grünanteil" an den Siedlungs- und Verkehrfsflächen von 7,7 auf 10,9 Prozent. Dazu zählen unter anderem Parks, Botanische Gärten, Spielplätze und Kleingartenanlagen.

Lärm-Ranking | Bildquelle: dpa
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Die Türme des Neuen Rathauses und des City-Hochhauses von Leipzig ragen hinter den Bäumen eines Parks hervor.

Luftaufnahme Hamburg: Außenalster | Bildquelle: picture alliance / Bildagentur-o
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Als verhältnismäßig grün gilt Hamburg. Das bestätigen auch die Untersuchungen des Statistischen Bundesamts.

Großstädte sind grüner als der deutsche Durchschnitt

Bei dieser Entwicklung handele es sich um einen stabilen Trend, teilte die Statistik-Behörde mit. An der Entwicklung zeige sich die große Bedeutung von Grünflächen im urbanen Raum. In Metropolen, wo der Weg zu den Naherholungsgebieten im Umland weit und der Bedarf besonders hoch sei, gibt es mehr Grünflächen als im Bundesdurchschnitt. Im gesamten Land beträgt der Anteil an Grünflächen an der Siedlungs- und Verkehrsfläche sechs Prozent.

Der Auswertung zufolge haben sich aber nicht alle Großstädte ähnlich entwickelt. Dies sei vielerorts den Gegebenheiten vor Ort geschuldet. So habe etwa Stuttgart durch die Kessellage weniger räumliche Möglichkeiten als andere Metropolen.

Hannover oder Leipzig liegen dagegen in flachem Terrain und konnten sich einfacher ausbreiten. "Frühere Residenzstädte wie München oder Berlin besitzen traditionell repräsentative und ausgedehnte Parkanlagen, Befestigungsanlagen ehemaliger freier Reichsstädte wurden wie in Frankfurt am Main oder in Köln häufig in Grüngürtel umgewandelt", schreibt das Statistische Bundesamt.


Hamburg an der Spitze

Laut einer Auswertung der "Berliner Morgenpost" von 2016, bei der weitere Faktoren wie Baumalleen, Grünstreifen und begrünte Dächer hinzugezogen wurden, ist Hamburg Deutschlands grünste Millionenstadt. In der Hansestadt gibt es demnach auf mehr als 71 Prozent der Fläche Vegetation. Unter Berücksichtigung aller Großstädte ab 100.000 Einwohnern liegt Siegen mit mehr als 85 Prozent Vegetation an der Spitze der grünsten Städte.

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