Grimme-Preis | Bildquelle: dpa

Grimme-Preise Viel Politik - und Netflix

Stand: 03.03.2020 12:47 Uhr

Ein Grimme-Preis für einen NDR-Film über die "Sea-Watch3", eine Auszeichnung für den WDR-Journalisten Restle. Große politische Themen beherrschen in diesem Jahr den renommierten TV-Preis. Doch auch Netflix-Produktionen punkten.

Gleich zwei Produktionen des Streamingriesen Netflix erhalten in diesem Jahr einen Grimme-Preis für Qualitätsfernsehen. In der Kategorie Kinder & Jugend geht eine Auszeichnung an die Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)". Die Coming-of-Age-Serie habe die Jury mit ihrer "geschickten visuellen Umsetzung" und ihren "ausgefeilten Dialogen" überzeugt, teilte das Grimme-Institut in Essen mit.

In der Kategorie Fiktion erhält die Drama-Serie "Skylines" über das Hip-Hop-, Finanz- und Drogenbusiness eine der begehrten, undotierten Auszeichnungen. Bereits 2018 hatte Netflix einen Grimme-Preis für die Serie "Dark" erhalten.

Drei NDR-Produktionen ausgezeichnet

Ausgezeichnet wurden auch drei Produktionen und Koproduktionen des NDR. Die Autoren Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg bekommen die renommierte Auszeichnung in der Kategorie Info & Kultur für ihren Dokumentarfilm "SeaWatch3".

Im gleichen Wettbewerb erhält Alice Agneskirchner für die Dokumentation "Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam“ (WDR/NDR/SWR) einen Grimme-Preis. Die Darstellerin Iris Berben, Regisseur Dominik Graf und Autorin Beate Langmaack werden für den NDR/ARTE-Film "Hanne" in der Kategorie Fiktion geehrt.

Berichterstattung über Rechtsextremismus

Den Grimme-Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" erhält Georg Restle "für die kontinuierliche und haltungsstarke Berichterstattung über Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus" stellvertretend für die Redaktion des WDR-Magazins "Monitor".

Insgesamt 16 Produktionen werden mit Grimme-Preisen ausgezeichnet. Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) geht in diesem Jahr an den Regisseur und Autor Heinrich Breloer ("Brecht", "Todesspiel"). Die Preise sollen am 27. März im Marler Theater verliehen werden.

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Fernsehsendungen und -leistungen aus, die als vorbildlich bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 03. März 2020 um 12:15 Uhr.

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