Flüchtlinge im Elona Camp in Athen | AP

Asylbewerber Berlin bietet Athen Kostenübernahme an

Stand: 25.04.2021 10:56 Uhr

Deutschland bietet Griechenland laut einem Medienbericht die Übernahme von Kosten für Geflüchtete an. Asylsuchende sollten von hier nach Griechenland gebracht werden, wenn sie dort anerkannt seien.

In Deutschland gibt es viele Asylbewerber, deren Antrag zuvor in Griechenland anerkannt wurde. Nun bietet die Bundesregierung offenbar der Regierung in Athen an, Flüchtlingskosten zu übernehmen. Ziel sei es, Asylbewerber, die sich in Deutschland aufhielten, aber in Griechenland anerkannt seien, wieder dorthin zurückzubringen, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundesinnenministerium.

Neben der andauernden unerlaubten Weiterreise von Asylbewerbern kämen inzwischen monatlich rund 1000 in Griechenland bereits anerkannte Flüchtlinge in die Bundesrepublik, um neue Anträge zu stellen.

Sie würden nicht rückgeführt - vor allem, weil ihnen laut deutschen Gerichten mangelhafte Versorgung oder gar Obdachlosigkeit drohten. Die griechische Regierung bestreitet das offiziell.

Hotels für rückkehrende Flüchtlinge

Die Bundesrepublik "wäre in der Lage, sehr zeitnah eine entsprechende Unterstützung zu gewährleisten, sobald die griechische Regierung die angebotene Unterstützung akzeptiert", heißt es in dem Bericht weiter. Dabei gehe es unter anderem um die Anmietung von griechischen Hotels für aus Deutschland zurückgebrachte Flüchtlinge.

Maßnahmenpaket zur Unterstützung Griechenlands

Das Angebot der Kostenübernahme für anerkannte Flüchtlinge zählt dem Bericht zufolge zu einer Reihe von Unterstützungsmaßnahmen für Griechenland. Mehr als 3,3 Milliarden Euro flossen demnach zum Beispiel seit 2016 aus EU-Töpfen für die Unterbringung von Migranten und für Asylverfahren.

Deutschland helfe auch bilateral, etwa mit dem Technischen Hilfswerk beim Lagerbau auf den Inseln. Neben der Aufnahme von aus Griechenland weiterwandernden Asylbewerbern und Schutzberechtigten habe Deutschland seit April des Vorjahres weitere 2765 Flüchtlinge aus Sonderaufnahmeprogrammen eingeflogen.