Kontrollen an der deutsch-französischen Grenze | Bildquelle: dpa

Maßnahmen gegen Corona Grenzkontrollen werden verlängert

Stand: 15.04.2020 14:09 Uhr

Zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus wird seit einem Monat an den deutschen Außengrenzen wieder kontrolliert. Diese Maßnahme ist heute um 20 Tage verlängert worden. Aber nicht alle Grenzen sind betroffen.

Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen für weitere 20 Tage bis zum 4. Mai gelten. Das ordnete Bundesinnenminister Horst Seehofer an. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, es gehe weiter darum, die Infektionsketten in der Corona-Pandemie zu unterbrechen.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu den fünf Nachbarstaaten Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie die Luftgrenzen zu Italien und Spanien überwacht.

Nicht an allen Grenzen wird kontrolliert

Betroffen sind nicht alle Außengrenzen: An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird nicht kontrolliert. Der Ministeriumssprecher sagte, Kriterien für oder gegen Grenzkontrollen seien beispielsweise, ob es im angrenzenden Land Risikogebiete gebe und ob die betroffenen Bundesländer solche Maßnahmen unterstützten. Über die Details der Regelungen will Seehofer noch mit seinen Länderkollegen beraten.

Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft im Land ansässig sind, dürfen seit Mitte März nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen, etwa, wenn sie Berufspendler sind. Seit Karfreitag gilt zudem für alle nach Deutschland Einreisenden eine grundsätzliche Quarantäne-Pflicht von zwei Wochen. Auch hier gibt es Ausnahmen, etwa für Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen machte in Brüssel deutlich, dass sie nicht mit einem schnellen Ende der Grenzkontrollen in Europa rechnet.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 15. April 2020 um 14:30 Uhr.

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