Eine Touristin steht neben der Akropolis in Griechenland | AFP

Corona-Risikogebiete Reiseerleichterungen für weitere Urlaubsländer

Stand: 18.06.2021 14:41 Uhr

Mit Beginn der Sommerferien in den ersten Bundesländern fallen für Auslandsreisen weitere Beschränkungen. Griechenland und der größte Teil Frankreichs gelten nach RKI-Angaben nicht mehr als Risikogebiete.

Für Reiserückkehrer aus Griechenland, weiten Teilen Frankreichs, aus der Schweiz und weiteren Ländern und Regionen werden von Sonntag an die Bestimmungen gelockert. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen werden sie von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut mitteilte.

Die Bundesregierung nimmt demnach auch Belgien, Norwegen und einzelne Regionen in Dänemark, den Niederlanden und Spanien von der Liste. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig wegen Corona keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten.

Flugreisende brauchen negatives Testergebnis

Die Regeln für Flugreisende bleiben allerdings bestehen: Jeder, der mit dem Flugzeug einreist, egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht, muss vor dem Abflug ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Die Bundesregierung bewertet regelmäßig die Corona-Lage im Ausland und unterscheidet dabei zwischen Virusvariantengebieten, in denen sich neue Coronavirus-Varianten ausbreiten, Hochinzidenzgebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 200 und Risikogebieten mit einer Inzidenz mehr als 50. Die Einstufung ist für die Rückreise aus diesen Ländern wichtig, weil sich danach die Vorgaben für Tests, Registrierung und Quarantäne richten.

Für die Einreise in das jeweilige Land gelten die dortigen Vorgaben, die auf der Internetseite des Auswärtigen Amts zu finden sind. Von Frankreich bleiben nur wenige Überseegebiete auf der Risikoliste. Der gesamte europäische Teil des Landes wird gestrichen.

Auch Barcelona kein Risikogebiet mehr

In den Niederlanden fallen die Küstenregionen, Friesland, Seeland und Groningen aus der Liste, in Dänemark die Region Süddänemark an der Grenze zu Deutschland. In Spanien gelten unter anderem Katalonien mit der bei Urlaubern beliebten Küstenmetropole Barcelona und der Costa Brava sowie Madrid von Sonntag an als risikofrei.

Auch mehrere Regionen Sloweniens sowie ganz Litauen und Estland sind ab Sonntag keine Risikogebiete mehr, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner gesunken ist. Das gilt auch für Jordanien, die Palästinensergebiete und St. Lucia in der Karibik.

In einigen Ländern verschlechtert sich die Lage allerdings. Namibia im Süden Afrikas rückt in die höchste Risikostufe und gilt nun als Virusvariantengebiet. Damit wird die Einreise von dort massiv eingeschränkt. Oman wird zum Hochinzidenzgebiet mit Quarantänepflicht.

Bei Variantengebieten ist Quarantäne Pflicht

Die Kapverden, St. Kitts and Nevis und Uganda werden vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet heruntergestuft. Damit entfällt für diese Länder die generelle Quarantänepflicht. Wer von dort einreist, kann sich davon freitesten.

Rückkehrer aus Risikogebieten, Hochinzidenz- und Variantengebieten müssen sich grundsätzlich vor der Rückreise im Internet über ein Einreiseportal registrieren und den Reiseort und weitere Daten angeben. Impf-, Test- oder Genesenennachweis können dort hochgeladen werden.

Zu Hause gilt dann eine Quarantänepflicht. Wer vollständig geimpft oder genesen ist, ist davon befreit. Bei Einreisen aus einem Variantengebiet - etwa Großbritannien - ist Quarantäne aber immer Pflicht, ob geimpft, genesen oder nicht.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. Juni 2021 um 03:20 Uhr.