Senioren gehen zum Eingang des neu eröffneten Zentrums für das Impfen gegen Corona in der Metropolishalle des Filmparks Babelsberg | dpa
Überblick

Corona-Schutzimpfung So bekommt man einen Termin

Stand: 05.01.2021 17:57 Uhr

In den meisten Bundesländern wird bislang vor allem in Pflegeheimen und Kliniken geimpft. Doch fast überall beginnt jetzt auch die Terminvergabe für weitere Risikogruppen. Ein Überblick, wo und wie man an einen Termin kommt.

Von Sandra Stalinski, tagesschau.de

Seit dem 27. Dezember werden in Deutschland Menschen gegen Corona geimpft - zunächst durch mobile Impfteams in Pflegeheimen und Kliniken. Inzwischen haben in vielen Bundesländern auch Impfzentren geöffnet, in denen sich zunächst Menschen impfen lassen können, die laut Verordnung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen. Wer dazu gehört, lesen Sie hier.

Sandra Stalinski tagesschau.de

Ab wann und auf welchem Weg Termine für Impfungen vereinbart werden können, unterscheidet sich je nach Bundesland. Ein Überblick:

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg werden Bürgerinnen und Bürger nicht eigens angeschrieben und zur Impfung eingeladen, sondern müssen sich selbst um einen Termin kümmern. Informationen bietet beispielsweise das Landesportal Baden-Württemberg.de. Die Landesregierung empfiehlt, im Zweifel zunächst mit dem eigenen Hausarzt darüber zu sprechen, ob man zu einer Risikogruppe zählt, die prioritär geimpft wird. Danach ist die Terminvereinbarung für eines der regional zuständigen Impfzentren telefonisch unter 116 117 oder online möglich.

Bayern

In Bayern wurden beziehungsweise werden derzeit über 80-Jährige, die nicht in einem Heim leben, per Brief über einen möglichen Impftermin informiert. Die Terminvergabe erfolgt dann telefonisch. Über eine Postleitzahl-Suche lässt sich die entsprechende Einrichtung und ihre Telefonnummer recherchieren. Alternativ können sich Impfinteressierte an die Telefonnummer 116 117 wenden und werden von dort an das zuständige Impfzentrum weitergeleitet. Eine Online-Buchung soll im Laufe des Januars freigeschaltet werden. Allgemeine Auskünfte zum Thema Impfen gibt das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Telefonnummer 09131- 680 85 101.

Berlin

Auch in Berlin werden impfberechtigte Einwohner persönlich von der Senatsverwaltung für Gesundheit per Brief zur Impfung eingeladen. Diese Schreiben enthalten alle wichtigen Informationen zur freiwilligen Terminbuchung inklusive eines persönlichen Codes. Weil - wie in allen anderen Bundesländern auch - noch nicht genügend Impfstoff für alle Impfberechtigten da ist, wurden zunächst die über 90-Jährigen angeschrieben. Bislang ist eins der sechs Impfzentren in Betrieb. "Sobald der Moderna-Impfstoff zugelassen ist, wollen wir mit zwei weiteren Impfzentren starten", sagt Impfzentren-Koordinator Albrecht Broemme im Gespräch mit tagesschau.de.

Brandenburg

Anders als in Berlin wird die Einladung zur Impfung in Brandenburg nicht automatisch erfolgen. Wer sich bereits impfen lassen kann, erfährt das auf brandenburg-impft.de sowie in der regionalen Presse. Über die kostenfreie Rufnummer 116 117 wird man - mittels Postleitzahlenabfrage - an das Callcenter für den Impfterminservice im Land Brandenburg vermittelt. Weil anfangs nur Termine an Impfberechtigte vergeben werden können, wird am Telefon die Impfberechtigung abgefragt und neben einem Termin auch das Impfzentrum, in dem die Impfung stattfinden soll, vereinbart. Später soll auch eine Online-Buchung möglich sein.

Bremen

Impfberechtigte werden zunächst per Post informiert und können sich dann mit einem Zugangscode im Internet anmelden. In Bremen gibt es ein zentrales Impfzentrum in einer Messehalle, ein weiteres soll es in Bremerhaven geben.

Hamburg

Ab sofort können im Hamburger Impfzentrum Menschen geimpft werden, die zur ersten Prioritätengruppe gehören. In dieser Woche sind zunächst Beschäftigte der ambulanten Pflege aufgerufen, Termine zu vereinbaren. Ab der zweiten Januarwoche sind auch über 80-Jährige zum Impfen aufgerufen. Diese werden auch noch persönlich angeschrieben. Termine können schon jetzt telefonisch über die 116 117 oder online vereinbart werden. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen beziehungsweise Krankenhauspersonal müssen sich nicht selbst um einen Termin kümmern, dort erfolgen die Impfungen vor Ort.

Hessen

In Hessen ist bislang noch keine Anmeldung zur Impfung möglich. Die Landesregierung will aber rechtzeitig darüber informieren, auf welchem Weg Impfberechtigte einen Termin vereinbaren können. Bei allgemeinen Fragen zum Thema Corona-Pandemie steht das Service-Personal der Landesregierung unter der Telefonnummer 0800 - 555 46 66 zur Verfügung.

Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit impfen in Mecklenburg-Vorpommern mobile Impfteams in Seniorenheimen und Krankenhäusern. In den landesweit zwölf Impfzentren soll - abhängig von der Menge des bereitstehenden Impfstoffs - schrittweise Mitte Januar mit den Impfungen begonnen werden. Impfberechtigte werden dazu - in der Reihenfolge der Prioritätengruppen - von den Behörden direkt angeschrieben. Wer eine Einladung erhalten hat, kann mit dem zuständigen Impfzentrum einen Termin vereinbaren. Dazu ist eine Telefon-Hotline geplant. Die entsprechenden Kontaktdaten werden in Kürze veröffentlicht.

Niedersachsen

Noch ist Niedersachsen mit den Impfungen in Pflegeheimen und von Gesundheitspersonal beschäftigt, für die der knappe Impfstoff zuerst verwendet werden soll. Zwar gibt es schon eine Hotline zu Fragen zur Impfung unter der Rufnummer 0800 - 99 88 665. Dort werden aber noch keine Termine für die 50 Impfzentren vergeben. Diese werden erst im Laufe des Januars ihren Betrieb aufnehmen. Auch eine Online-Plattform zur Terminvergabe soll im Laufe des Januars eingerichtet werden.

Nordrhein-Westfalen

Bislang sind in Nordrhein-Westfalen nur mobile Impfteams unterwegs, die vor allem Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen immunisieren. Die insgesamt 53 Impfzentren sollen laut Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann im Februar ihren Betrieb aufnehmen. Impfberechtigte würden per Brief informiert. Das sind zunächst über 80-Jährige, die nicht in Heimen wohnen, und Mitarbeiter ambulanter Pflegedienste. Terminvergaben sollen - wenn es so weit ist - über die zentrale Telefonnummer 116 117 stattfinden und auch online beziehungsweise über eine App möglich sein. Ab dem 18. Januar beginnen zudem die Impfungen für Beschäftigte in Krankenhäusern.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz starten die Impfzentren am 7. Januar, die Terminvergabe hat bereits begonnen. Zunächst sind die über 80-Jährigen dran. Impfberechtigte können sich dann an die Telefonnummer 0800 - 575 81 00 wenden oder im Internet einen Termin vereinbaren. Die Terminvergabe soll über ein intelligentes System erfolgen, das die endgültige Priorisierung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sowie die vorhandenen Impfstoffressourcen berücksichtigt.

Saarland

Im Saarland haben inzwischen die drei Impfzentren in Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis den Betrieb aufgenommen. Eine Anmeldung zur Impfung kann im Internet oder unter den Telefonnummern 0681 - 501 44 22 und 0800 - 999 15 99 erfolgen. Zunächst werden über 80-Jährige oder priorisierte Berufsgruppen geimpft, die von ihrem Arbeitgeber einen entsprechenden Code bekommen haben. Wegen der hohen Nachfrage kann es sein, dass zunächst keine Termine verfügbar sind. Es lohnt sich allerdings es öfter mal zu probieren, da beispielsweise stornierte Termine neu vergeben werden.

Sachsen

Noch ist in Sachsen keine Terminvergabe für die Corona-Schutzimpfung möglich. Die insgesamt 13 Impfzentren sollen Mitte Januar öffnen. Die Terminvergabe soll sowohl über eine zentrale Hotline als auch im Internet erfolgen. Die telefonischen Kontaktdaten sollen rechtzeitig veröffentlicht werden. Die Termine zur Impfung werden je nach Verfügbarkeit zunächst an Menschen vergeben, die laut Bundesregierung Priorität genießen.

Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt liegt der Fokus der Schutzimpfungen bisher auf Pflegeheimbewohnern und medizinischem Personal. Ab 11. Januar sollen voraussichtlich Termine für Einzelpersonen vergeben werden, die nicht in Heimen wohnen. Geimpft wird in den Impfzentren, die in Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau sowie allen elf Landkreisen eingerichtet wurden. Auch hier sind zunächst die über 80-Jährigen und Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitswesen dran. Die Termine sollen über die landesweit einheitliche Telefonnummer 116 117 vergeben werden - und zwar auch direkt für Impfungen ab 11. Januar. Zunächst soll wochenweise geplant werden. Damit startet der Betrieb in den Impfzentren, aber noch nicht im Vollbetrieb, da parallel die Arbeit der mobilen Teams in den Pflegeheimen weiterläuft.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind die ersten 15 von den insgesamt 29 geplanten Impfzentren gestartet. Termine konnten bereits telefonisch über die 116 117 oder im Internet unter www.impfen-sh.de gebucht werden, doch die beiden ersten Kontingente waren binnen kürzester Zeit vergeben. Je mehr Impfdosen zur Verfügung stehen, desto mehr Termine würden in den Impfzentren vergeben, heißt es aus dem Gesundheitsministerium. Am 12. Januar (8.00 Uhr) sollen Schleswig-Holsteiner weitere Termine buchen können. Auch hier sind zunächst über 80-Jährige, medizinisches Personal und Rettungskräfte an der Reihe.

Thüringen

In Thüringen wurden bereits mehr als 20.000 Impftermine vergeben. Ab dem 8. Januar sollen weitere Terminbuchungen unter www.impfen-thueringen.de oder 03643 - 495 04 90 möglich sein. Dieses Angebot soll sich zunächst ausschließlich an Thüringerinnen und Thüringer richten, die laut der Impfverordnung der Bundesregierung zur Personengruppe zählen, deren Impfung höchste Priorität hat. Danach folgen in den nächsten Wochen schrittweise die Gruppen mit hoher und erhöhter Priorität.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 29. Dezember 2020 um 23:25 Uhr.