Ein Schild weist in der Münchner Innenstadt auf die Maskenpflicht innerhalb der Fußgängerzone hin. | dpa

Corona-Pandemie Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 100

Stand: 14.05.2021 17:51 Uhr

Erstmals seit dem 20. März ist die Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit wieder unter den für Lockerungen bedeutsamen Wert von 100 gefallen. Am besten ist die Lage im hohen Norden, Thüringen meldet eine Inzidenz von 148,5.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Deutschland weitere Fortschritte gemacht. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.336 weitere Corona-Fälle binnen eines Tages. Das sind 7149 nachgewiesene Neuinfektionen weniger als am Freitag vor einer Woche, als 18.485 registriert worden waren.

Damit setzt sich ein positiver Trend fort. Möglicherweise sind die Zahlen auch niedriger, weil gestern an Christi Himmelfahrt weniger getestet wurde. Dieser Effekt ist von Wochenenden bekannt.

Inzidenz sinkt auf 96,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 96,5 (Vortag: 103,6), teilte das RKI mit. Damit fiel der Wert erstmals seit dem 20. März wieder bundesweit unter 100. Am vergangenen Freitag war die Inzidenz mit 125,7 angegeben worden.

Regional sind die Unterschiede weiter groß und noch nicht alle Bundesländer liegen unter dem politisch bedeutsamen Wert von 100. So meldet Thüringen eine Inzidenz von 148,5, dicht gefolgt von Sachsen mit 133,9. Die niedrigste Inzidenz registriert weiterhin Schleswig-Holstein mit 42,8.

Während der dritten Welle hatte die bundesweite Inzidenz am 26. April mit 169,3 einen Spitzenwert erreicht. Der bisher höchste Inzidenz-Wert war am 22. Dezember vergangenen Jahres mit bei 197,6 registriert worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Grenze für die bundesweite sogenannte Notbremse mit Ausgangs- und schärferen Kontaktbeschränkungen ist ein Wert von 100.

190 Menschen gestorben

Nach Angaben des RKI starben 190 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 85.848.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,87. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter eins, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Rund 13.000 Infektionen bei vollständig Geimpften

Rund 13.000 vollständig Geimpfte wurden bisher noch positiv auf das Coronavirus getestet. Das entspricht bei insgesamt mehr als acht Millionen Zweitimpfungen etwa 0,16 Prozent. Es sei aber nicht klar, ob die Erkrankung bei vollem Impfschutz, also mehr als 14 Tage nach der zweiten Impfung, auftrat oder in den Tagen davor, erklärte das Gesundheitsministerium.

Impfungen können Corona-Infektionen zwar in den meisten Fällen verhindern, allerdings nicht zu hundert Prozent. Man geht außerdem davon aus, dass der Körper nach der zweiten Impfung rund zwei Wochen braucht, um den vollen Impfschutz aufzubauen.

Nach der ersten Impfung wurden nach Daten des Gesundheitsministeriums rund 44.000 Covid-19-Fälle gemeldet. Das entspricht bei mehr als 28,5 Millionen Erstgeimpften etwa 0,15 Prozent. 662 zweifach Geimpfte und rund 2000 einfach Geimpfte starben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Mai 2021 um 09:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Karl Maria Joseph Wüllenhorst Felleringe 14.05.2021 • 18:04 Uhr

17:46 von Adeo60

mein herr, wann wendet sich denn endlich ihre kanzlerin an die bürger, um dieses unsegliche verhalten von nicht so lange hier lebende bürger in gelsenkirschen zu verurteilen und eine abstrafung zu fordern?