Menschen stehen vor einer Corona-Teststation in Berlin | AFP

RKI-Zahlen zu Corona So viele Neuinfektionen wie noch nie

Stand: 26.11.2021 06:42 Uhr

Die Folge an Höchstwerten bei den Corona-Zahlen reißt nicht ab: Das Robert Koch-Institut verzeichnet mehr als 76.000 Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 438,2 und ist damit so hoch wie noch nie.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt bundesweit weiter drastisch zu. Das Robert Koch-Institut meldete am Morgen 76.414 neue Fälle, die von den Gesundheitsämtern innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet wurden.

Zum Vergleich: Am Donnerstag hatte das Institut 75.961 Neuinfektionen in Deutschland verzeichnet, vor einer Woche waren es noch 52.970 gewesen.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 438,2

Damit erreicht auch die Sieben-Tage-Inzidenz erneut einen Höchstwert - sie steigt auf 438,2. Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 und genau vor einem Monat bei 113. Vor rund zweieinhalb Wochen hatte die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 200 erstmals den bisherigen Höchststand von 197,6 überschritten, der im Dezember 2020 verzeichnet worden war. Seitdem meldet das RKI täglich Höchstwerte.

Die sogenannte Hospitalisierungsrate nimmt im Vergleich zu Donnerstag leicht zu und steigt von 5,74 auf 5,79. Sie gibt an, wie viele Infizierte pro Woche und 100.000 Einwohnern zur Behandlung in eine Klinik eingewiesen werden müssen. In ersten Krankenhäusern sind die Intensivstationen mittlerweile so überlastet, dass Patienten in Kliniken in anderen Bundesländern verlegt werden müssen. Neben Thüringen bereiten auch Sachsen und Bayern diesen Schritt vor.

Sachsen am härtesten betroffen

Sachsen ist derzeit das einzige Bundesland, das bei der Sieben-Tage-Inzidenz über der Grenze von 1000 liegt. Laut RKI beträgt der Wert derzeit 1192,8. Den zweithöchsten Inzidenzwert verzeichnet Thüringen mit 805,7, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 686,8.

Im Vergleich dazu Hamburg und Niedersachsen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von um die 200 deutlich niedrigere Werte. Der Tiefstwert entfällt auf Schleswig-Holstein mit 152,8.

Mit Blick auf die Landkreise meldet das RKI mittlerweile 34 Mal eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000. Im sächsischen Erzgebirgskreis liegt sie sogar bei 2006,2. Auch die folgenden Landkreise mit den höchsten Werten liegen in Sachsen: Der Landkreis Bautzen verzeichnet 1683,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche und im Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge liegt der Wert bei 1631,6.

Die bundesweit niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz meldet bei den Landkreisen der Landkreis Rendsburg-Eckernförde mit 85,5. Insgesamt unterschreiten in Deutschland noch fünf Landkreise eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100.

Mehr als 100.000 Corona-Tote seit Pandemie-Beginn

Auch die Zahl der Todesfälle infolge einer Ansteckung mit dem Virus nimmt zu: Binnen eines Tages wurden dem RKI 357 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Infektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle.

Seit dem Ausbruch der Pandemie in Deutschland haben sich laut RKI mehr als 5,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Die Zahl der Genesenen liegt bei mehr als 4,7 Millionen. Bundesweit sind insgesamt 100.476 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

Über dieses Thema berichtete das ARD Morgenmagazin am 26. November 2021 um 05:44 Uhr.

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Moderation 26.11.2021 • 11:09 Uhr

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