Eine Club-Mitarbeiterin in Frankfurt am Main kontrolliert bei Gästen den Impfstatus. | picture alliance/dpa

Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter

Stand: 01.01.2022 08:50 Uhr

Erneut sind die Zahl der Corona-Fälle und die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist stabil. Gesundheitsminister Lauterbach schickte eine humorvolle Warnung an Silvester-Feiernde.

Binnen 24 Stunden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 26.392 gestiegen - das sind 4178 Fälle mehr als im Vorwochenvergleich. Allerdings wurden keine Fälle aus Niedersachsen gemeldet. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter leicht an: Nach 214,9 am Freitag liegt sie nun bei 220,3.

Die höchsten Inzidenzwerte werden für Thüringen (413,1), Bremen (402) und Brandenburg (356,2) gemeldet. Die niedrigsten Werte kommen aus Bayern (181,6) und Rheinland-Pfalz (150,9). Die Zahl für Niedersachsen liegt zwar mit 139 noch darunter, ist aber wegen der heute fehlenden Meldung verfälscht. Unter der Landkreisen hat der thüringische Ilm-Kreis mit fast 791 den mit Abstand höchsten Wert.

Das RKI geht davon aus, dass um den Jahreswechsel herum weniger getestet wurde und nicht alle Gesundheitsämter Daten weiterleiten - daher wurden vermutlich weniger Infektionsfälle gemeldet, als es tatsächlich gibt.

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich binnen eines Tages um 184 weitere Menschen auf 112.109. Insgesamt fielen in Deutschland seit Pandemiebeginn bislang mehr als 7,17 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Die Hospitalisierungsinzidenz liegt unverändert bei 3,15 wie bereits in den vergangenen Tagen. Sie gibt die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an.

"Testen, sehr kleine Gruppen, Mundschutz"

In Deutschland breitet sich derzeit die Omikron-Variante des Coronavirus aus. Experten hatten gewarnt, dass große Feiern an den Festtagen und in der Silvesternacht die Ansteckungsrate bald weiter in die Höhe schnellen lassen könnten. Viele Veranstaltungen waren deshalb abgesagt worden, auch die ZDF-Silvestergala "Willkommen 2022" vor dem Brandenburger Tor fand ohne feiernde Menge statt.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der in der Sendung zugeschaltet war, sagte, er sehe für 2022 ein "Licht am Ende des Tunnels". Auf Twitter sandte er allerdings eine erneute Mahnung an die Bevölkerung, umsichtig zu bleiben:

Auf einem von ihm geteilten Fotomontage war Lauterbach als Zaungast durch ein festlich geschmücktes Fenster blickend zu sehen, dabei stand die Botschaft: "Übertreibt es nicht. Ich sehe euch. Grüße, euer Karl". Lauterbach schrieb dazu, das sei "nicht ganz falsch"; er appelliere an alle, vorsichtig zu sein: "Testen, sehr kleine Gruppen, Mundschutz wo nötig und alleine Fernsehen bei Symptomen."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 01. Januar 2022 um 05:04 Uhr.