Eine Mitarbeiterin des Corona-Testzentrums in Dresden bereitet einen Test vor | dpa

Corona-Pandemie RKI meldet mehr als 10.200 Neuinfektionen

Stand: 18.02.2021 11:16 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat binnen 24 Stunden 10.207 Neuinfektionen mit dem Coronavirus und 534 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tages-Inzidenz stagniert bei 57,1.

In Deutschland sind binnen eines Tages 10.207 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden zudem 534 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland erhöhte sich damit auf 66.698.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.237 Neuinfektionen und 666 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Inzidenzwert stagniert

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stagniert bei 57,1 und lag geringfügig höher als am Vortag (57,0). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Bund und Länder streben zunächst eine Inzidenz von 50 an. Öffnungen etwa des Einzelhandels werden aber erst in Aussicht gestellt, wenn der Wert 35 erreicht wird.

Inzidenz von 35 vielerorts erreicht

83 der 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland haben eine Inzidenz von 35 mittlerweile erreicht, darunter die Städte Münster, Emden, Regensburg, Kempten, Trier, Heidelberg, Potsdam, Kassel, Mainz, München, Baden-Baden, Stuttgart und Leipzig.

Schweinfurt in Franken hat mit 5,6 die geringste 7-Tages-Inzidenz, am höchsten bleibt sie im Landkreis Tirschenreuth in der Oberpfalz, der mit aktuell 317,9 auch der einzige Landkreis mit einem Wert von über 300 in Deutschland ist.

Mutationen spielen große Rolle

Als Grund für das verlangsamte Absinken insesamt wird die Ausbreitung ansteckenderer Virus-Varianten vermutet. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte gestern gesagt, dass die in Großbritannien zuerst festgestellte Mutation B117 mittlerweile bei mehr als 22 Prozent der Positivfälle in Deutschland festgestellt worden sei. Dazu kommen noch 1,5 Prozent, bei denen eine in Südafrika entdeckte Mutante registriert wurde.

Auch der R-Wert stagniert

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,85 (Vortag 0,84), auch hier gibt es derzeit Stagnation statt weiteren Rückgang. Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken.

Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.293.908 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.02., 07.27 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 66.698.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Februar 2021 um 09:00 Uhr.