Passagiere am Flughafen Köln-Bonn | dpa

Corona-Pandemie Fast 40 Länder fallen aus Hochrisiko-Liste

Stand: 27.02.2022 12:28 Uhr

Das Reisen wird für Deutsche wieder leichter: Die Regierung hat fast 40 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete gestrichen - darunter Italien, Polen und Belgien. Kein Land wurde neu als Hochrisikogebiet eingestuft.

Fast 40 Länder sind heute von der Bundesregierung von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete gestrichen worden, dabei sind EU-Staaten wie Italien, Polen und Belgien. Für Reisende, die aus Ländern kommen, die nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft werden, erleichtert sich die Rückkehr nach Deutschland. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft wurde kein Land.

Auch viele Nicht-EU-Länder dabei

Die von der Liste gestrichenen EU-Länder sind: Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Polen, Schweden, Ungarn. Außerdem folgende Überseegebiete Frankreichs: Guadeloupe, St. Barthélemy, St. Martin - sowie folgende Überseegebiete der Niederlande: Aruba, Bonaire, Curaçao, St. Eustatius, Saba, St. Martin.

Außerdem werden von der Risikoliste gestrichen: Albanien, Antigua und Barbuda, Argentinien, Australien, Bangladesch, Belize, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Ecuador, Grenada, Guyana, Irak, Kolumbien, Kosovo, Madagaskar, Montenegro, Nordmazedonien, Panama, Peru, Philippinen, Moldau, St. Lucia, San Marino, Serbien, Seychellen, Suriname und die Ukraine.

Varianten mit "stärker krankmachenden Eigenschaften"

Die Bundesregierung plant zudem Erleichterungen bei den Corona-Regeln für Urlaubsrückkehrer. Das Gesundheitsministerium erklärte, es sei vorgesehen, dass die Neuregelungen zum 4. März greifen. So sollen Länder künftig nur noch als Hochrisikogebiete mit weitergehenden Auflagen bei der Rückkehr eingestuft werden, wenn dort Varianten mit "stärker krankmachenden Eigenschaften" grassieren als die hier dominierende Omikron-Variante.

Für Kinder unter zwölf Jahren soll es nach den geplanten neuen Regeln möglich werden, sich nach Rückkehr aus Hochrisikogebieten direkt aus einer sonst anstehenden Quarantäne freizutesten. Generell soll für Einreisen aus allen Ländern weiterhin die 3G-Regel gelten: Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test haben.

Rückkehr aus Hochrisikogebieten

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft - also in der Regel zwei Mal - oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. Februar 2022 um 12:25 Uhr in den Nachrichten.