Eine Krankenschwester zieht eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auf. | Bildquelle: AP

Corona-Pandemie Impfstart nach Weihnachten

Stand: 16.12.2020 22:02 Uhr

Die Gesundheitsminister erwarten den Beginn der Corona-Impfungen ab 27. Dezember. Rund 400.000 Dosen könnten nach der Zulassung des Stoffes von Biontech und Pfizer ausgeliefert werden. Pflegeheime haben Priorität.

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder stellt sich auf einen bundesweiten Beginn der Corona-Impfungen am 27. Dezember ein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe die GMK über die zu erwartende Zulassung und Lieferung des Impfstoffes von Biontech und Pfizer informiert, teilte der Berliner Senat, der derzeit den Vorsitz der GMK innehat, mit. Für die Bundesländer ergebe sich daraus der 27. Dezember als Starttermin.

Erste Impfungen sollen in Pflegeheimen stattfinden. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, ihre Entscheidung zur Zulassung des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer am kommenden Montag treffen zu wollen. Es wird mit einem positiven Votum gerechnet, wenige Tage später sollen die Impfungen beginnen. 

Bundesforschungsministerin Karliczek: "Man kann dem Impfstoff vertrauen"
tagesschau 09:00 Uhr, 17.12.2020

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Elf bis 13 Millionen Impfdosen

In einem ersten Schritt könnten nach der Zulassung laut Spahn rund 400.000 Impfdosen ausgeliefert werden. Bis Ende des ersten Quartals rechnet der Gesundheitsminister mit elf bis 13 Millionen Impfdosen. Am Freitag will Spahn auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut eine Verordnung zur Priorisierung bei den Impfungen vorlegen.

Die Bundesregierung verteidigte das geplante Vorgehen bei Corona-Impfungen gegen Kritik. Sie plant dazu kein weiteres Gesetz. Für anfangs nötige vorrangige Impfungen gefährdeter Gruppen habe der Bundestag eine gesetzliche Grundlage gelegt, sagte Gesundheitsminister Spahn. Für die weitere Ausgestaltung gebe es "ein transparentes Verfahren" mit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission und einer darauf folgenden Verordnung. Es gebe zudem "einen großen Konsen", besonders verwundbare Gruppen zuerst zu impfen.

"Vorgehen nachsteuern"

Kanzlerin Angela Merkel machte deutlich, dass je nach Zulauf verschiedener Impfstoffe die Regierung auch nachsteuern könnte. Das Vorgehen hänge auch davon ab, was die Zulassungsbehörden zur Eignung der Impfstoffe für welche Gruppe feststellten, sagte sie. "Deshalb kann man eine Impfstrategie auch nicht einfach einmal als Gesetz festlegen."

Entwurf für die Impfpriorisierung aus dem Spahn-Ministerium
Martin Polansky, ARD Berlin
17.12.2020 08:57 Uhr

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Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. Dezember 2020 um 22:30 Uhr.

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