Anti-Pegida-Demonstranten in Dresden | Bildquelle: REUTERS

Sachsen Dresden protestiert gegen vier Jahre "Pegida"

Stand: 21.10.2018 16:57 Uhr

Tausende Menschen sind dem Aufruf mehrerer Initiativen gefolgt, um in Dresden gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu protestieren. Anlass ist insbesondere der 4. Jahrestag des fremdenfeindlichen Bündnisses "Pegida".

In Dresden haben sich Tausende Menschen versammelt, um gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit zu demonstrieren. Ein erster Protestzug führte von der Neustädter Elbseite in Richtung Zentrum. Eine zweite Demonstration startete am Hauptbahnhof. Die Proteste richten sich gegen das fremdenfeindliche Bündnis "Pegida", das heute mit einer Kundgebung nahe des Dresdner Neumarktes seinen 4. Jahrestag begeht. Die Dresdner Frauenkirche lud zu einem Friedensgebet ein.

In den Zug der Demonstranten von "Herz statt Hetze" hatten sich auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, sein Vize Martin Dulig und Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange eingereiht. Der Regierungschef war erfreut, dass so viele Menschen kamen. "Das macht Mut, das ist ein wichtiges Signal", sagte er.

Erstmals mehr Gegendemonstranten am 4. Jahrestag von "Pegida"
tagesschau 20:00 Uhr, 21.10.2018, Eva Altmann, MDR

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Appelle "für Menschlichkeit und Demokratie"

Kretschmer sagte, es habe zu lange gedauert, den richtigen Umgang mit ausländerfeindlichen Parolen zu finden. Es gelte, mit Anstand aufeinander zuzugehen und miteinander zu reden. Dulig forderte, für Menschlichkeit und Demokratie zu kämpfen. "Wir brauchen einen Alltag der Kultur des Widerspruchs im Land", sagte er. Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange mahnte, dass Pegida nicht mehr nur die Unzufriedenen seien, sondern rechte Gruppen anziehe und diese verstärke.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert rief den Demonstranten zu: "Ich bin sehr froh darüber, dass so viele Menschen gekommen sind, um sich anzuschließen und ein deutliches Zeichen zu setzen, dass wir eine weltoffene und tolerante Stadt sein wollen. Es gibt viele Menschen, die das jeden Tag leben. Und darauf bin ich stolz."

Organisiert wurde der Protest federführend von der Initiative "Herz statt Hetze". Diese gab an, dass sich etwa 10.000 Menschen dem Aufruf zur Gegendemo angeschlossen hätten. Beobachter gehen davon aus, dass sich zur "Pegida"-Kundgebung bis zu 4000 Teilnehmer versammelt hätten.

"Trauriger Tag für unser Land"

Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete das vierjährige Bestehen von "Pegida" als "traurigen Tag für unser Land". Es sei aber kein Tag, "die Hände in den Schoß zu legen", schrieb er auf Twitter. Er bezeichnete es als "super", dass es Proteste gegen den Jubiläumsaufmarsch in Dresden gebe.

"Pegida" hatte sich am 17. Oktober 2014 erstmals in Dresden versammelt. Das Bündnis demonstriert seit vier Jahren regelmäßig.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 21. Oktober 2018 um 18:00 Uhr.

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