Auf der Wochenstation der Universitätsfrauenklinik in Leipzig liegen wenige Stunden alte Babys auf einem Bett. | Bildquelle: dpa

Offizielle Statistik Bei Geburten ist Bremen spitze

Stand: 29.07.2020 12:34 Uhr

Im vergangenen Jahr wurden rund 778.100 Babys in Deutschland geboren. In Bremen bekommen Frauen statistisch gesehen die meisten Kinder, in Berlin die wenigsten. Und in Hamburg sind Mütter bei der ersten Geburt am ältesten. 

Im vergangenen Jahr sind 9400 Kinder weniger zur Welt gekommen als 2018, insgesamt wurden in Deutschland rund 778.100 Kinder geboren. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, bekamen Frauen durchschnittlich 1,54 Kinder. Im Vorjahr lag diese sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer - die Anzahl an Kindern im Mittel aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahre - bei 1,57 Kindern. Im Schnitt waren Mütter 2019 bei der Erstgeburt 30,1 Jahre alt und damit 1,3 Jahre älter als zehn Jahre zuvor.

Den aktuellen Zahlen zufolge nahm die Geburtenziffer in 14 der 16 Bundesländer ab, nur in Bayern (1,55) und Bremen (1,60) blieb sie auf dem Vorjahresniveau. In Bremen und Niedersachsen war die Geburtenhäufigkeit damit am höchsten, in Berlin mit 1,41 Kindern je Frau am niedrigsten.

Ältere Mütter

Frauen bekommen ihr erstes Kind zudem immer später im Leben. Im Mittel waren Frauen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bei der ersten Geburt älter als 30 Jahre. Im Vergleich der Bundesländer waren Frauen in Hamburg bei der Geburt des ersten Kindes mit 31,2 Jahren am ältesten, in Sachsen-Anhalt mit 28,9 Jahren am jüngsten.

Im EU-Vergleich der Geburtenziffer lag Deutschland 2018 auf dem 13. Platz. Die höchste wurde mit 1,88 Kindern je Frau in Frankreich und die niedrigste mit 1,23 Kindern auf Malta gemessen. Die ältesten Mütter leben in Italien, dort sind die Frauen bei der ersten Geburt durchschnittlich 31,2 Jahre alt. Am jüngsten sind sie mit 26,2 Jahren in Bulgarien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. Juli 2020 um 11:00 Uhr.

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