Mutter mit Kind | Bildquelle: dpa

Geburten in Deutschland Immer mehr Gebärende über 40

Stand: 03.09.2019 12:17 Uhr

2018 sind wieder mehr Babys als im Vorjahr zur Welt gekommen - insgesamt fast 788.000 Kinder. Den Trend zur späteren Geburt bezeichneten die Statistiker als "bemerkenswert".

Die Zahl der Geburten ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen: Insgesamt wurden 787.500 Kinder geboren, das waren rund 2600 Neugeborene mehr als 2017, teilte das Statistische Bundesamt mit.

An erster Stelle bei den Bundesländern standen 2018 die Stadtstaaten Hamburg mit 12 Kindern sowie Berlin und Bremen mit jeweils 11 Neugeborenen je 1000 Einwohnern. In Bundesländern mit einer relativ jungen Bevölkerung gibt es mehr potenzielle Eltern. Dort werden deshalb vergleichsweise mehr Kinder geboren.

Bemerkenswert sei die Zunahme der Frauen, die bei der Geburt eines Kindes 40 Jahre oder älter waren, sagten die Statistiker. Das war im vergangenen Jahr bei 42.800 Geburten der Fall. Zwar war ihre Geburtenhäufigkeit mit 88 Kindern je 1000 Frauen immer noch relativ gering. Im Vergleich zu 1990 habe sich die Zahl aber fast vervierfacht. Damals waren es noch 23 Kindern je 1000 Frauen im Jahr.

Hohe Geburtenziffer in Ostdeutschland

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau blieb mit 1,57 Kindern auf dem Vorjahresniveau: Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer ist ein statistischer Wert und gibt an, wie viele Babys eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr sogenanntes Geburtsverhalten dem Durchschnitt sämtlicher 15- bis 49-jähriger Frauen im aktuell betrachteten Kalenderjahr entspräche.

Die zusammengefasste Geburtenziffer weist einige regionale Unterschiede auf: Am höchsten war sie mit 1,62 Kindern je Frau in Niedersachen und Brandenburg. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern war sie auch in den übrigen ostdeutschen Bundesländern sowie in Bremen und Nordrhein-Westfalen mit 1,60 Kindern je Frau relativ hoch. Besonders niedrig war die Geburtenziffer dagegen in Berlin (1,45 Kinder je Frau), in Hamburg (1,49) und im Saarland (1,47).

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. September 2019 um 10:00 Uhr.

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