Martin Schulz spricht im Bundestag | REUTERS

Bundestag Schulz tritt 2021 nicht mehr an

Stand: 14.12.2020 21:01 Uhr

Im Gegensatz zu seiner Arbeit im Europaparlament währte die Zeit von Martin Schulz im Bundestag nur kurz. Nach vier Jahren tritt er 2021 nicht erneut zur Wahl an. Einen neuen Posten hat der 64-Jährige bereits.

Der frühere SPD-Chef Martin Schulz will 2021 nicht erneut für den Bundestag kandidieren. Das sagte der 64-Jährige den "Aachener Nachrichten". Schulz war zuvor zum neuen Vorsitzenden der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung gewählt worden.

"Mit der Entscheidung für dieses Amt geht die Entscheidung einher, im Herbst 2021 nicht erneut für den Bundestag zu kandidieren", sagte Schulz. Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode werde er aber die Pflichten seines Mandats "weiterhin mit Hingabe erfüllen".

Schulz folgt auf Beck

Schulz gehört dem Bundestag seit 2017 an. Er war 2017 auch Kanzlerkandidat. Davor war er 23 Jahre im Europaparlament tätig, 2012 wurde Schulz dessen Präsident. An der Spitze der Friedrich-Ebert-Stiftung folgt Schulz auf den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, der die Stiftung seit 2013 leitete. Schulz sprach von einer "ehrenvollen Aufgabe".

Beck wurde gleichzeitig zum Ehrenvorsitzenden der Stiftung sowie die ehemalige Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens, Hannelore Kraft (SPD), zur Vorsitzenden des Kuratoriums gewählt.

Beitrag zur politischen Bildung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist nach eigenen Angaben die älteste deutsche politische Stiftung. Sie steht demnach für die Unterstützung und Verteidigung der Demokratie, für die Förderung und das Recht auf gerechte Bildungschancen und für internationale Kooperation und Solidarität.

Die parteinahen Stiftungen leisten einen Beitrag zur politischen Bildung, etwa durch Veröffentlichungen und Stipendien, und werden überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert. Zu den bundesweiten Stiftungen gehören auch die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung (CSU), die Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne), die Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke).

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Dezember 2020 um 20:00 Uhr.