Junge Menschen demonstrieren in Berlin für mehr Klimaschutz (19. Juli) | Bildquelle: FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX

"Fridays for Future" Auch Erwachsene sollen das Klima retten

Stand: 22.07.2019 14:55 Uhr

Mit einer Aktionswoche im September will die "Fridays for Future"-Bewegung mehr Druck auf die Bundesregierung machen. Daran sollen ausdrücklich auch Erwachsene teilnehmen, sagte die Aktivistin Reemtsma.

Seit mehreren Monaten demonstrieren vor allem junge Menschen in Deutschland und vielen anderen Staaten für mehr Klimaschutz. Wirkliche politische Konsequenzen vermissen Aktivisten allerdings bisher. Die deutsche "Fridays for Future"-Aktivistin Carla Reemtsma hat nun eine bundesweite Aktionswoche Ende September angekündigt.

Nicht nur junge Menschen, sondern ausdrücklich auch Erwachsene seien rund um dem 20. September zur Unterstützung in vielfältiger Form aufgerufen, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst. "Alleine schaffen wir es nicht, das Klima zu retten", machte sie deutlich. "Der Klimastreik ist für alle gedacht." Vergangenen Freitag hatte bereits die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg die ältere Generation zur Mithilfe aufgerufen.

Hoffen auf das Klimakabinett

Die Aktionswoche soll in Deutschland in weit mehr als 100 Städten stattfinden. Am 20. September veranstaltet die "Fridays for Future"-Bewegung erneut einen globalen Klimastreik mit Demonstrationen in mehreren Ländern. In Deutschland werden an diesem Tag Ergebnisse der Beratungen des Klimakabinetts vorgestellt.

Zudem findet am 23. September der UN Climate Action Summit in New York statt. Rund um diese Termine solle mit unterschiedlichen Protestformen der Druck auf die Politik für konkrete Fortschritte beim Klimaschutz erhöht werden.

Unterstützt wird die Bewegung laut Reemtsma unter anderem von Organisationen wie "Workers for Future", "Scientists for Future", "Artists for Future", "Parents for Future" und anderen Organisationen.

Mahnwachen und Klimacamps

Die Aktionswoche werde aus einer Vielzahl bunter, kreativer oder ganz praktischer Protestformen bestehen. Je nach Unterstützergruppe seien etwa Klimacamps, Fahrrad-Demonstrationen, 24-Stunden-Mahnwachen, Diskussionsrunden oder eben auch Arbeitsniederlegungen geplant. "Wir freuen uns über jede Art von Unterstützung. So kann man sich auch beteiligen, indem man Essen bei den Mahnwachen-Teilnehmern vorbeibringt", erklärte die Klima-Aktivistin.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. Juli 2019 um 15:15 Uhr.

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