Hörsaal einer Universität | Bildquelle: dpa

Spitzenforschung Fördermilliarden für 34 Universitäten

Stand: 27.09.2018 20:27 Uhr

Insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus Bund und Ländern fließen in den nächsten sieben Jahren in ausgewählte Projekte der deutschen Spitzenforschung. Die Fördermilliarden gehen an 34 Universitäten im ganzen Bundesgebiet.

In der Hochschulförderung erhalten 34 Universitäten hohe Summen von Bund und Ländern. Sie bilden 57 sogenannte Exzellenzcluster, die in einem aufwendigen Verfahren für eine Förderung ihrer Projekte ausgewählt wurden, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Diese Forschungsnetzwerke verschiedener Wissenschaftsdisziplinen erhalten zusammen über sieben Jahre hinweg rund 385 Millionen Euro pro Jahr, insgesamt fast 2,7 Milliarden Euro. Das Geld soll zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Land kommen. 40 der Cluster sind an einer einzelnen Universität angesiedelt, 14 an zwei Unis und drei gemeinsam an drei Hochschulen. Neben großen Universitäten zählten auch kleinere Hochschulen zu den Siegern.

Forschungsministerin Karliczek | Bildquelle: dpa
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Geld für die "Besten der Besten": Forschungsministerin Karliczek.

Bonn, München, Hamburg, Berlin, Tübingen ...

Zu den Gewinnern mit den meisten bewilligten Förderanträgen zählt die Uni Bonn, die vier Cluster alleine bestreitet und an zwei weiteren beteiligt ist. Die Ludwig-Maximilian-Universität und die Technische Universität München gewannen mit vier gemeinsamen Projekten. Die Uni Hamburg hat vier Anträge bewilligt bekommen. Die Freie Universität Berlin hat mit zwei allein betriebenen Clustern und zwei in Kooperation mit anderen gewonnen. Auch die Berliner Humboldt-Uni ist insgesamt mit vier Projekten vertreten, davon hat sie eines allein auf die Beine gestellt. Die Technische Hochschule Aachen gewinnt mit zwei Clustern alleine und ist Partner bei einem weiteren.

Dreifach Grund zur Freude hat die Uni Tübingen mit allein eingereichten Anträgen. Insgesamt drei Mal gewonnen hat die TU Dresden, davon zwei Mal allein. Weitere Gewinnercluster wurden eingereicht von der Universität Bayreuth, der Ruhr-Uni Bochum, der TU Braunschweig, der Uni Bremen, der Uni Freiburg, der Uni Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Uni Hannover, der Uni Heidelberg, der Uni Jena, der Uni Kiel, der Uni Köln, der Uni Konstanz, der Uni Mainz, der Uni Münster und der Uni Stuttgart. Weitere Hochschulen sind in Kooperationen vertreten.

Zu den Themen der Forschungsprojekte zählen der Klimawandel, Präzisionsmedizin, computerbasiertes Bauen, das Internet der Produktion oder Robotik für die Nutzpflanzenproduktion.

"Für die Besten der Besten"

88 Förderanträge waren in die Endrunde gegangen, aus ihnen wählten Wissenschaftler sowie die Bildungsminister von Bund und Ländern die Gewinner aus. Ministerin Karliczek gratulierte den Universitäten und Forschungsprojekten, die sich bei der Auswahl durchsetzten. "Die Exzellenzkommission hatte angesichts der vielen hervorragenden Anträge die schwierige Aufgabe, sich für die Besten der Besten zu entscheiden", erklärte die CDU-Politikerin. Für die Spitzenforschung werde ein neues Kapitel aufgeschlagen.

Das gemeinsame Förderprogramm von Bund und Ländern gibt es schon seit 2012.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 27. September 2018 um 23:30 Uhr.

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