Eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Jet muss in Schönefeld umkehren Nächste Panne der Flugbereitschaft

Stand: 16.04.2019 19:10 Uhr

Nahezu das halbe Kabinett hat schon Erfahrungen mit den Pannen der Flugbereitschaft. Jetzt gab es in Berlin den nächsten Vorfall - ohne Passagiere. Bei der Landung eines Jets berührten die Tragflächen den Boden.

Ein Jet der Flugbereitschaft der Bundeswehr ist nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt und hat auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld Probleme bei der Landung gehabt.

Beide Tragflächen hätten den Boden berührt, und eine kontrollierte Landung sei unmöglich gewesen, erklärte die Luftwaffe. Passagiere seien nicht an Bord gewesen.

Die Crew wurde in einem Bundeswehrkrankenhaus medizinisch untersucht. An Bord befanden sich zwei Piloten und eine Flugbegleiterin. Verletzt wurde keines der Besatzungsmitglieder.

Das Flugzeug ist den Angaben zufolge vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier, mit dem auch Regierungsmitglieder reisen. Am Mittwoch hätte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit der Maschine nach Stuttgart reisen sollen.

Das Flugzeug war laut Luftwaffe für eine Wartung in Schönefeld und eigentlich auf dem Weg nach Köln, wo es stationiert ist.

Andreas König, RBB, mit Informationen über die Notlandung des Regierungsfliegers
tagesschau 12:00 Uhr, 16.04.2019

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Von der Leyen: "Schlimmeres verhindert"

Nach Angaben von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) entging die Maschine nur knapp einem Unglück. Die Luftwaffenbesatzung habe es geschafft, "den Jet unter schwierigsten Bedingungen zu Boden zu bringen und damit Schlimmeres zu verhindern", sagte von der Leyen.

Wie es zu der Notlandung kommen konnte, soll nun untersucht werden. Zuständig dafür ist der General Flugsicherheit der Bundeswehr. Unter anderem soll auch der Flugschreiber der Maschine ausgewertet werden.

Flughafen musste Maschinen umleiten

Auf dem Flughafen wurde die Abfertigung wegen des Zwischenfalls unterbrochen. Maschinen im Anflug sollten umgeleitet werden. Inzwischen sei der Flugverkehr wieder angelaufen, teilte der Betreiber mit. Verzögerungen seien aber weiterhin möglich.

Viele Pannen in den vergangenen Monaten

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen.

Internationales Aufsehen erregte die Panne von Kanzlerin Angela Merkel Ende November 2018, die auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires wegen eines Totalausfalls des Funksystems umkehren musste. Merkel stieg auf eine Linienmaschine um und traf mit einer stark verkleinerten Delegation erst mit großer Verspätung ein.

Ende Februar saß Außenminister Heiko Maas in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Gerd Müller in Afrika.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 16. April 2019 um 12:00 Uhr.

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