Polizeifahrzeug in der Düsseldorfer Innenstadt | Bildquelle: dpa

Baden-Württemberg und NRW Terrorverdächtige wieder frei

Stand: 30.03.2019 15:20 Uhr

Die bei Anti-Terror-Einsätzen festgenommenen elf Verdächtigen sind wieder auf freiem Fuß. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mit. Es bestehe kein dringender Tatverdacht.

Für die elf festgenommenen mutmaßlichen Islamisten ist die Freilassung angeordnet worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf bestätigte entsprechende Medienberichte. Einige Männer seien bereits wieder auf freiem Fuß, sagte ein Behördensprecher.

Die Generalstaatsanwaltschaft hatte am Vormittag zunächst von zehn Verdächtigen gesprochen. Nun korrigierte sie diese Zahl auf elf. Es seien überwiegend Tadschiken, so der Sprecher.

Ermittlungen laufen weiter

Bei den Durchsuchungen in zehn Städten Nordrhein-Westfalens und im baden-württembergischen Ulm habe man "keinen Sprengstoff und keine Waffen" finden können. Dies sei der Verdacht gewesen.

Ermittelt werde aber weiterhin gegen eine Gruppe von mindestens sechs Personen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, sagte ein Behördensprecher. Daneben gehe es um den Verdacht der Verabredung zum Mord sowie der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion.

Die verdächtigen sechs Personen seien unter den elf Festgenommenen. Die Polizei wirft der Gruppierung vor, sich entweder als Zelle der Terrormiliz "Islamischer Staat" oder als Befürworter der Ziele dieser Organisation Waffen und Sprengstoff verschafft zu haben. Damit hätten sie geplant, in der Zukunft einen noch nicht konkret geplanten Anschlag auf dem Gebiet der Bundesrepublik zu begehen.

"Irrfahrt" durch Fußgängerzone löste Polizeieinsätze aus

Wie die Ermittler bekannt gaben, war die Irrfahrt eines 19-jährigen Tadschiken in der Essener Innenstadt am Freitag Anlass für die Anti-Terror-Einsätze. "Da hatte man die Befürchtung, dass das vielleicht der Auftakt ist für mehrere Anschlagsszenarien", sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Das habe sich aber nicht bestätigt. Zwischen beidem gebe es keinen Zusammenhang.

Der polizeibekannte 19-Jährige war am Freitagmorgen mit seinem Wagen mit "deutlich überhöhter Geschwindigkeit" durch eine Fußgängerzone der Essener Innenstadt gefahren. Ein Spezialeinsatzkommando nahm den Mann schließlich fest - sein Auto hatte er da schon geparkt. Gegen ihn wird wegen versuchter Tötung ermittelt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 30. März 2019 um 13:00 Uhr.

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