Polizeibeamte untersuchen nach dem Anschlag den BVB-Bus. | Bildquelle: AFP

28-Jähriger bei Tübingen gefasst Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus

Stand: 21.04.2017 07:05 Uhr

Nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus hat die GSG 9 nach Informationen von NDR, WDR und SZ am Morgen bei Tübingen einen 28-Jährigen festgenommen. Der Verdächtige soll unmittelbar vor dem Anschlag auf fallende Kurse von BVB-Aktien gesetzt haben.

Von Georg Mascolo, NDR

Bei dem in der Nähe von Tübingen durch die Spezialeinheit GSG-9 Festgenommenen handelt es sich nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" um den 28-jährigen Sergej W., der bereits kurz vor Ostern ins Blickfeld der Ermittler geriet.

"Der Beschuldigte steht in dem Verdacht, am 11. April 2017 den Anschlag auf den Mannschaftsbus des Fußballvereins Borussia Dortmund verübt zu haben. Ihm wird daher versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt", teilte der Generalbundesanwalt fest.

Georg Mascolo, ARD-Terrorismusexperte, zur Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus
Morgenmagazin, 21.04.2017

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Verdächtiger setzte auf fallende Kurse

Der Verdächtige soll am Tag des Anschlages im Mannschaftshotel des BVB gewohnt haben und dort auf ein Zimmer mit Blick auf die Straße und damit in Richtung auf den späteren Ort des Anschlags bestanden haben.

Zudem soll er am Tag des Anschlages mit Hilfe eines dafür eigens aufgenommenen Verbraucherkredits 15.000 Optionsscheine des an der Börse gehandelten BVB mit einer sogenannten Put-Option erworben haben. Damit setzt man auf fallende Kurse. Die Käufe wurden vermutlich aus dem Hotel heraus abgewickelt - verwendet wurde jedenfalls die entsprechende IP-Adresse.

Bereits vor Ostern hatte sich abgezeichnet, dass ein terroristischer Hintergrund der Tat eher unwahrscheinlich ist.

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 21. April 2017 um 07:09 Uhr.

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