Syrische Familie vor Flüchtlingsunterkunft (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Zahlen des Auswärtiges Amts Flüchtlinge holen weniger Angehörige nach

Stand: 22.05.2019 09:11 Uhr

Die Zahl der zum Familiennachzug ausgestellten Visa ist deutlich gesunken. Daten des Auswärtigen Amts belegen: Nur ein geringer Teil der Menschen, die Angehörige auf diesem Weg nach Deutschland holen, sind Flüchtlinge.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Angehörigen, die per Familiennachzug nach Deutschland kommen, mehr als halbiert, wie Zahlen des Auswärtigen Amts zeigen.

Erhielten im ersten Quartal 2017 noch 17.322 Menschen aus den sechs Hauptherkunftsländern von Flüchtlingen ein solches Visum zum Nachzug, waren es im ersten Quartal dieses Jahres nur noch 7402 Personen - obwohl mit Somalia noch ein siebtes Land in die Berechnung einfloss.

Syrer die größte Gruppe der Nachgezogenen

Mit mehr als 5000 Menschen kam die Mehrheit der Nachgezogenen aus Syrien. Mit großem Abstand folgen Menschen aus dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Eritrea, Somalia und dem Jemen.

Allerdings handelt es sich dabei nicht nur um Angehörige anerkannter Asylbewerber, wie das Auswärtige Amt hervorhob: Auch ausländische Ehepartner deutscher Staatsbürger könnten darunter sein.

Familiennachzug bei Flüchtlingen zurückgegangen
tagesschau24 14:00 Uhr, 22.05.2019

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Nur ein Viertel aller Visa an Flüchtlingsangehörige

Bemessen an der Gesamtzahl der ausgestellten Familiennachzugs-Visa machen Ehepartner, Kinder oder Eltern minderjähriger Flüchtlinge sogar nur einen geringen Anteil aus: Weltweit wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 26.774 Visa zum Familiennachzug erteilt - davon 51 an Angehörige Asylberechtigter, 3684 an Angehörige anerkannter Flüchtlinge und 3231 an Angehörige subsidiär Schutzberechtigter. Das geht aus einer Antwort des Auswärtigen Amtes an die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke hervor.

Jelpke schlussfolgerte daraus: "Der Familiennachzug zu anerkannten Flüchtlingen ist deutlich geringer, als uns die Bundesregierung immer weismachen wollte." Umso schlimmer sei es, "dass auf der Grundlage dieser falschen Prognosen erhebliche Gesetzesverschärfungen vorgenommen und tief in das Menschenrecht auf Familiennachzug eingegriffen wurde."

Der Familiennachzug für Flüchtlinge, die lediglich subsidiären Schutz erhielten, war 2016 ausgesetzt worden. Seit August letzten Jahres wird der Nachzug im Wege des Ermessens in der Größenordnung bis zu 1000 Angehörigen pro Monat wieder ermöglicht.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. Mai 2019 um 14:00 Uhr.

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