Ein Flüchtling aus Eritrea arbeitet bei einem Kabelhersteller. | Bildquelle: dpa

Medienbericht Offenbar Einigung bei Fachkräftezuwanderung

Stand: 14.12.2018 22:27 Uhr

Wie sollen mehr Fachkräfte angeworben werden? Laut "Stuttgarter Zeitung" hat sich die Bundesregierung auf einen Plan verständigt. Dieser umfasse auch, wie mit abgelehnten Asylbewerbern in Beschäftigung umgegangen wird.

Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Einigung beim Thema Fachkräftezuwanderung erzielt. Die Bereiche Anwerbung von Fachkräften und die Duldung von abgelehnten Asylbewerbern in Beschäftigung sollten sachlich voneinander getrennt werden, wie die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten.

Innenminister Horst Seehofer, Arbeitsminister Hubertus Heil, Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Finanzminister Olaf Scholz sowie Kanzleramtsminister Helge Braun hätten sich darauf verständigt, zwei Gesetze vorzulegen.

Verschärfte Anforderungen für Zuwanderer

In einigen wichtigen Punkten sieht die Einigung dem Bericht zufolge verschärfte Anforderungen für die Zuwanderung nach Deutschland vor. So könnten nur junge Menschen unter 25 Jahren nach Deutschland kommen, um hier einen Ausbildungsplatz zu suchen. Sie müssten Deutschkenntnisse auf dem hohen Niveau B2 nachweisen und einen Schulabschluss an einer deutschen Auslandsschule oder einen Abschluss, der zum Hochschulzugang berechtigt, besitzen.

In einem weiteren Gesetz soll dem Bericht zufolge festgelegt werden, dass in der Zeit der Arbeits- oder Ausbildungsplatzsuche kein Kindergeld an die Suchenden ausgezahlt wird.

Strenge Bedingungen für abgelehnte Asylbewerber

Das Gesetz, das die Duldungsfälle für eigentlich abgelehnte Asylbewerber regelt, legt den Zeitungen zufolge nun eine Reihe strenger Bedingungen für eine Beschäftigungsduldung fest: Dazu zählt eine "Vorduldung" von mindestens zwölf Monaten, eine Vorbeschäftigung von 18 Monaten mit 35 Wochenstunden. Außerdem muss ein Jahr vor Beantragung der Beschäftigungsduldung der Lebensunterhalt eigenständig erbracht worden sein.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Dezember 2018 um 15:30 Uhr.

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