Menschen spiegeln sich in einem Fenster mit einer europäischen Flagge im Europäischen Parlament. | Bildquelle: dpa

Parteien zur Europawahl Endspurt im Wahlkampf

Stand: 24.05.2019 21:26 Uhr

Die Parteien haben ihren Europawahlkampf beendet. Auf ihren Abschluss-Veranstaltungen warben sie noch einmal um jede Stimme - unter anderem für den Kampf gegen Rechtspopulismus, Klimaschutz und ein soziales Europa.

Mit einer Kampfansage geht die Europäische Volkspartei in die Europawahl. Man kämpfe bis zuletzt dafür, dass die Populisten und Nationalisten "unser Europa nicht kaputtmachen werde", sagte EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber beim Wahlkampfabschluss der EVP. Man wolle kein linkes Europa, man wolle kein rechtsnationalistisches Europa. "Ein konstruktives Europa ist das Europa, das wir brauchen", so Weber.

Ob er den Posten als Chef der EU-Kommission erhält, ist unklar. In Bundeskanzlerin Angela Merkel hat er eine prominente Fürsprecherin. Sie werde sich mit allem, was sie könne, dafür einsetzen, sagte sie. "Wir wollen stärkste Fraktion werden und dann Manfred Weber zum Präsidenten der Europäischen Kommission wählen." Weber sei der richtige Mann zur richtigen Zeit. "Wir brauchen Brückenbauer und nicht Spalter", so Merkel.

Nahles: Europa nicht den Orbans, Gaulands, Straches und Co. überlassen

SPD-Chefin Andrea Nahles warnte vor einem Erstarken des Nationalismus. Die Sozialdemokraten seien das Bollwerk gegen Rechts. Die Situation sei zugespitzt in Europa. "Wollen wir auf mehr Zusammenarbeit in Europa setzen oder den Orbans, Gaulands, Straches und Co. Europa überlassen, damit sie es zerstören können?" Die SPD kämpfe für ein weltoffenes und soziales Europa, das weiterhin ein Sehnsuchtsort bleibe.

Überraschend gut abgeschnitten hat ihr Spitzenkandidat, Frans Timmermans, in den Niederlanden. Nach einer Prognose des staatlichen Senders NOS lagen sie mit 18,4 Prozent vorn.

Zwei Tage vor der EU-Wahl werben die Parteien um Stimmen
tagesschau 20:00 Uhr, 24.05.2019, Thomas Kreutzmann, ARD Berlin

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Grüne werben um "Mandat für den Klimaschutz"

Die Wahl am Sonntag sei "die Klimaschutzwahl der letzten Jahrzehnte", sagte Parteichefin Annalena Baerbock. Ebenso wie Ko-Parteichef Robert Habeck und die Europa-Spitzenkandidaten Ska Keller und Sven Giegold will Baerbock bis Sonntag nochmals auf Wahlkampftour durch alle 16 Bundesländer gehen.

"Wir sammeln uns noch einmal, um in den nächsten 32 Stunden aus dieser Stimmung ein politisches Mandat zu machen. Stimmen für Europa und für den Klimaschutz", sagte Habeck. "Jede Stimme für Grün ist eine Stimme für Klimaschutz und eine Stimme für den sozialen Zusammenhalt in Europa", hob Keller hervor. Giegold machte deutlich, es habe im Wahlkampf "so viel Euphorie für Europa"" wie noch nie gegeben.

Linke attackiert Rechte

Die Rechten seien bereit, die Demokratie und die Wahlen zu verkaufen, sagte der Spitzenkandidat der Linken, Martin Schirdewan mit Blick auf die Regierungsskandal in Österreich ausgelöst durch das Skandal-Video des FPÖ-Politikers Heinz-Christian Strache.

Die AfD setzt auf die Rechtspopulistn in Europa. Innerhalb Deutschlands sei die AfD zwar isoliert, sagte deren Spitzenkandidat Jörg Meuthen Innerhalb der Europäischen Union gebe es aber starke Verbündete.

Man brauche vor allem den Mut, die EU wieder zu reformieren, forderte die Spitzenkandidatin der FDP, Nicola Beer zum Abschluss des Wahlkampfes der Liberalen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 24. Mai 2019 um 21:45 Uhr.

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