Eine Rentnerin nimmt Geld aus ihrem Portemonnaie | dapd

Steigende Preise CDU und Grüne fordern Entlastung für Rentner

Stand: 22.08.2022 06:51 Uhr

In der Debatte über die Folgen der gestiegenen Inflation fordern Vertreter von CDU und Grünen, Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende zu entlasten. Finanzminister Lindner hatte finanzielle Hilfen für Senioren zuletzt abgelehnt.

In der Debatte über das geplante neue Entlastungspaket pochen Union und Grüne auf Maßnahmen für Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende. Die Union kritisierte Finanzminister Christian Lindner: "Wenn der Bundesfinanzminister nun erneut alle Rentnerinnen und Rentner von Entlastungen ausschließen will, ist das sozial ungerecht und verschärft die Spaltung der Gesellschaft", sagte der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Stephan Stracke, der "Rheinischen Post".

Explodierende Energiekosten und stark steigende Lebensmittelpreise dürften nicht zur Armutsfalle werden. "Es braucht jetzt dringend ein weiteres konkretes Entlastungspaket. Davon müssen natürlich auch Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende profitieren."

Lindner hatte vergangene Woche spezielle Hilfen für Rentnerinnen und Rentner abgelehnt und auf die in diesem Jahr erfolgte Rentenerhöhung verwiesen. Bedürftige Rentner hätten wie alle in der Grundsicherung eine Sonderzahlung erhalten, zudem gebe es beim Wohngeld einen Heizkostenzuschuss, führte Lindner aus. Auch profitierten Rentner von der Abschaffung der EEG-Umlage auf die Stromrechnung.

Debatte um drittes Entlastungspaket

Auch in der Ampel-Koalition gibt es abweichende Vorstellungen über den Inhalt des geplanten dritten Entlastungspakets. Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sagte ebenfalls der "Rheinischen Post": "Wir müssen dabei sehr zielgenau diejenigen entlasten, die von den steigenden Preisen besonders getroffen werden und dem Winter mit großer Sorge entgegen blicken."

Dazu gehöre auch, dass Studierende und Rentner mit kleinen Renten im Mittelpunkt stehen. Über die genauen Instrumente und die Finanzierung sei man derzeit mit den Koalitionspartnern im Gespräch.

Dröge erneuerte zudem die Forderung nach einer Übergewinnsteuer. "Damit würden Konzerne, die übermäßig von der Krise profitieren, ihren Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland leisten", sagte die Grünen-Politikerin.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 22. August 2022 um 06:25 Uhr.