Zwei Männer fahren gemeinsam auf einem E-Scooter. | Bildquelle: dpa

Kritik nach Zulassung Verbände warnen vor E-Scooter-Chaos

Stand: 12.07.2019 16:37 Uhr

Verkehrssicherheitsrat und ADAC haben sich einen Monat nach der Zulassung von E-Scootern kritisch geäußert: Schwere Unfälle zeigten, dass klare Regeln her müssten - sonst drohe "Chaos".

Seit einem Monat sind E-Scooter auf deutsche Straßen offiziell zugelassen. Verkehrsverbände haben eine kritische Bilanz gezogen.

So forderten der Deutsche Verkehrssicherheitsrat und der ADAC, dass eine bessere Sicherheitsaufklärung stattfinden müsse. In den vergangenen Wochen war es der Polizei zufolge bereits zu einigen Unfällen auf den Straßen und Gehwegen gekommen.

Ein Monat E-Scooter - eine Bilanz
tagesthemen 21:45 Uhr, 12.07.2019, Fatima Talalini, WDR

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Schwere Unfälle mit Knochenbrüchen

In Berlin wurden bislang mindestens sieben E-Scooter-Unfälle und mindestens acht Schwerverletzte mit Knochenbrüchen und Kopfverletzungen registriert. Frankfurt und Hamburg meldeten eine einstellige Zahl an Unfällen. Behörden in München zählten bislang mindestens sechs Unfälle.

"Das zeigt, wie gefährlich das Fahren mit E-Scootern ist und wie sehr es von einigen unterschätzt wird", sagte Christian Kellner, Hauptgeschäftsführer des Verkehrssicherheitsrats. Deshalb müssten alle wissen, wie man die Fahrzeuge fährt und welche Unfallrisiken bestehen, so Kellner gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Stolperfallen auf den Bürgersteigen

Neben den Unfällen seien laut Kellner auch immer häufiger "unachtsam abgestellte E-Scooter Stolperfallen auf den Bürgersteigen". Das müsse verhindert werden. Ein weiteres Ärgernis sei, dass Fahrzeuge zu zweit benutzt werden. Zahlreiche Fahrer mussten bereits Verwarnungsgelder zahlen, weil sie auf den Elektro-Rollern betrunken, zu zweit oder auf dem Gehweg unterwegs waren.

Ein E-Scooter liegt umgekippt auf der Straße und gefährdet den Verkehr. | Bildquelle: dpa
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Von den Benutzern achtlos abgestellte E-Scooter sorgen in deutschen Innenstädten für Ärger.

Sollte sich die Unfallsituation weiter verschlechtern, und sollten mehr Menschen mit schweren Verletzungen in Krankenhäusern eingeliefert werden, "müssen wir über eine Helmpflicht nachdenken", sagte Kellner. Dafür müsse die Bundesregierung mit den Ländern die Verordnung anpassen.

ADAC fordert Trainings

Positiv bewertet der ADAC, dass einzelne Verleiher Apps nutzen, um zusätzliche Sicherheitshinweise zu geben. Laut ADAC könnten noch zusätzlich Trainings angeboten werden, um die Sicherheit zu erhöhen. "Es liegt im Interesse der Hersteller und Verleiher, dass es in unseren Städten nicht zu einem Scooter-Chaos kommt", so die ADAC-Sprecherin.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Juli 2019 um 09:00 Uhr.

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