Unwetterfront nähert sich bei Sehnde in Niedersachsen | Bildquelle: dpa

DWD zieht Bilanz für 2018 Tote und hohe Schäden durch Unwetter

Stand: 13.12.2018 19:31 Uhr

30.000 Unwetterwarnungen musste der Deutsche Wetterdienst in diesem Jahr ausgeben. Extreme Wetterlagen verursachten bundesweit hohe Schäden und kosteten vielen Menschen das Leben.

Stürme, Straßenglätte und Überschwemmungen haben auch in diesem Jahr bundesweit hohe Schäden verursacht und mehreren Menschen das Leben gekostet. Allein acht Todesopfer gab es beim Sturmtief "Friederike" im Januar, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Unwetterbilanz 2018 mitteilte.

Auch mehrere Tornados registrierten die Meteorologen im Laufe des Jahres. Hinzu kamen immer wieder heftiger Starkregen, Hagelschauer, Blitzeinschläge sowie Feld- und Waldbrände wegen der anhaltenden Trockenheit.

Heftige Stürme zum Jahresbeginn

Zwei Sturmtiefs läuteten das Jahr ein, den Anfang machte "Burglind", die Bäume auf Straßen und Bahngleise stürzen ließ. Es folgte Dauerregen, der die Flüsse anschwellen ließ, sodass unter anderem auf dem Nord-Ostsee-Kanal die Schifffahrt eingestellt wurde. Tief "Friederike" fegte am 18. und 19. Januar über Deutschland. Im Januar registrierte der DWD auch mehrere Tornados, einer hinterließ im Spessart in Nordbayern eine bis zu 300 Meter breite und fünf Kilometer lange Schneise im Wald.

Schneegestöber in Hamburg | Bildquelle: dpa
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Schwere Sturmböen, Eis, Schnee, Zugausfälle und Unfälle. Sturmtief "Friederike" sorgte für schwierige Wetterverhältnisse in Deutschland.

Winterliche Straßenglätte erwies sich im Februar und März als große Gefahr für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer, in mehreren Bundesländern kam es zu tödlichen Unfällen. Anfang April bescherte starker Schneefall dem Nordosten Deutschlands ein weißes Osterfest. Es folgten wie auch in den kommenden Monaten immer wieder heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel, die stellenweise hohe Schäden anrichteten: Es kam zu starken Überschwemmungen, Blitzschläge verursachten Brände und Windböen deckten Häuser ab.

Nach dem Regen kam die Hitze

Zugleich geriet von Mai an mehr und mehr die zunehmende Trockenheit in den Fokus. Im Juli hatte sich die Lage am Rhein so zugespitzt, dass Frachtschiffe nicht mehr mit voller Ladung fahren konnten. Neben Hitzeschäden gab es auch immer mehr Feld-, Wald- und Böschungsbrände.

Ein Transportschiff fährt auf dem Rhein | Bildquelle: dpa
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Der Wasserstand im Rhein war so niedrig, dass die Schifffahrt weitgehend zum Erliegen kam.

Im September fegte Sturmtief "Fabienne" über die Südhälfte Deutschlands, es kam zu Behinderungen im Bahn- und Straßenverkehr. Ende Oktober setzte Sturmtief "Sieglinde" dem Norden zu. Erste Schneefälle sorgten in den Höhenlagen Süddeutschlands für Verkehrsprobleme. Am 19. November schneite es dann auch in tiefer gelegenen Gebieten, aus mehreren Bundesländern wurden Unfälle gemeldet.

Insgesamt gab der DWD den Angaben zufolge 2018 bisher mehr als 30.000 Warnungen vor gefährlichen Wettersituationen heraus.

Über dieses Thema berichtete der WDR in "Aktuelle Stunde" am 28. Dezember 2018 um 18:45 Uhr.

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