Ein Mann zieht an einer E-Zigarette | Bildquelle: picture alliance/KEYSTONE

Drogen- und Suchtbericht E-Zigarette und Wasserpfeife immer beliebter

Stand: 18.10.2018 11:59 Uhr

In Deutschland werden mehr E-Zigaretten und Wasserpfeifen geraucht. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mortler, warnt vor den Gefahren und fordert eine stärkere Vorbeugung.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat vor wachsenden Problemen durch den Konsum von E-Zigaretten und Wasserpfeifen gewarnt. Hier sei ein "klarer Aufwärtstrend" erkennbar, erklärte Mortler während der Vorlage des neuen Drogen- und Suchtberichts.

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, zum aktuellen Drogenkonsum
tageschau24 15:00 Uhr, 18.10.2018

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Laut Mortler zählen E-Zigaretten zu den unterschätzen Gefahren. "Die neuen Produkte enthalten zwar deutlich weniger krebserregende Schadstoffe als herkömmliche Zigaretten, aber unproblematisch sind sie damit noch lange nicht." Wer jetzt nicht rauche, sollte "unbedingt auf E-Zigaretten und Erhitzer verzichten."

Vorsicht vor "Dampfen" im Auto

Denn auch E-Zigaretten enthielten gesundheitsgefährdende Stoffe wie beispielsweise Formaldehyd. Besonders vor dem "Dampfen" im Auto warnt Mortler. Die Aerosole der E-Zigaretten griffen vor allem die Atemwege von Kindern an.

Eine Frau zieht an einer Wasserpfeife | Bildquelle: dpa
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Beim Konsum von Shishas sei laut Mortler ein "klarer Aufwärtstrend" erkennbar.

Auch das Rauchen von Wasserpfeifen, sogenannten Shishas, sei alles andere als ungefährlich, so Mortler: "Shishas sind in den letzten Jahren bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer beliebter geworden, aber noch immer hält sich bei vielen das Gerücht, dass der Rauch durch das Wasser gefiltert werde." Das sei natürlich Unsinn.

Teilweise, heißt es im Drogenbericht, würde beim Rauchen von Wasserpfeifen sogar mehr Teer und Kohlenmonoxid aufgenommen als beim Rauchen von Zigaretten.

Immer noch zu viel Alkoholkonsum

Beim Alkohol- und Tabakkonsum gibt es dem Drogen- und Suchbericht zufolge positive Entwicklungen: Dennoch würde Alkohol in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken, so Mortler. Dies gelte es zu ändern, denn für viele Menschen bedeute Alkohol ein echtes Problem. Der jährliche Bericht der Bundesregierung warnte zudem vor hohen gesellschaftlichen Folgekosten durch Alkoholkonsum. Der Schaden belaufe sich auf knapp 40 Milliarden Euro pro Jahr. Jeder sechste Mensch in Deutschland trinke Alkohol "in einem gesundheitlich schädlichen Ausmaß".

Während der Alkohol- und Tabakkonsum insgesamt zurückgeht, greifen laut Drogenbericht mehr Menschen in Deutschland zum Joint. Der Cannabis-Konsum, so Mortler, steige nicht massiv, aber spürbar. Dies sei auch deswegen problematisch, weil das heute in Deutschland verkaufte Marihuana und Cannabis laut Drogenbericht deutlich stärker ist als noch vor zehn Jahren.

Alkohol- und Tabakmissbrauch kosten Milliarden
tagesschau 20:00 Uhr, 18.10.2018, Julia Krittian, ARD Berlin

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Dem Bericht zufolge nahm die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr leicht ab - und zwar auf 1272. Hauptursache für einen Drogentod sind nach wie vor Überdosierungen von Opioiden wie Heroin und Morphin. Mit Sorge beobachten Fachleute zudem eine immer größere Palette neuer, meist synthetischer Wirkstoffe, die teils nur schwer zu analysieren sind.

Verbot von Tabakwerbung nach Abwahl Kauders?

Die Drogenbeauftragte Mortler hatte kürzlich einen neuen Anlauf für ein Verbot von Tabakwerbung auf Plakaten und im Kino gefordert. "Viel zu lange liegt das Tabakaußenwerbeverbot bereits auf Eis", sagte Mortler den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Es sei Zeit, endlich mit den Diskussionen Schluss zu machen.

Der frühere Unions-Fraktionschef Volker Kauder hatte mehrfach Initiativen für ein Verbot gestoppt. Ende September wurde Kauder aber abgewählt und durch Ralph Brinkhaus ersetzt.

Volker Kauder | Bildquelle: AP
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Der frühere Unions-Fraktionschef Volker Kauder hatte Initiativen für ein Tabakverbot gestoppt.

Im Hinblick auf diese neue politische Veränderung sagte Mortler: "Jetzt liegt eine neue Zeit vor uns und ich bin optimistisch, dass wir es gemeinsam mit den Fraktionskollegen in dieser Legislaturperiode schaffen, diese Kuh ein für alle Mal vom Eis zu bekommen."

Über ein Tabakwerbeverbot wird in Deutschland seit Langem gestritten. Deutschland hat sich im Rahmen internationaler Abkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte zu erlassen. 

Mit Informationen von Jörg Seisselberg, ARD-Hauptstadtstudio

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 18. Oktober 2018 um 11:15 Uhr.

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