Screenshot: Aufmarsch Rechtsextremer in Dortmund am 21.09.2018

Dortmund Strafverfahren nach rechtem Aufmarsch

Stand: 23.09.2018 17:05 Uhr

  • Dortmunder Polizei will Einsatz nachbereiten
  • Teilnehmer hatten antisemitische Parolen gebrüllt
  • SPD-Abgeordnete fordern Aufklärung

Nach der Kritik an ihrem Einsatz bei zwei Aufmärschen von Rechtsextremen will die Dortmunder Polizei den Einsatz nochmal unter die Lupe nehmen. "Wir setzen eine Nachbereitungsgruppe ein", teilte das Polizeipräsidium am Sonntag (23.09.2018) mit. Der Anspruch der Dortmunder Polizei sei es, den Rechtsextremismus mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu bekämpfen.

Am Freitagabend (21.09.2018) waren Rechtsextreme durch Dortmund gezogen. Dabei riefen sie antisemitische Parolen und brannten Pyrotechnik ab. Die Polizei hatte aber nicht eingegriffen. "Die Bilder von Freitagabend wirken verstörend. Es wird zu überprüfen sein, ob wir in der Einsatzbewältigung unserem Anspruch gerecht geworden sind", hieß es nun am Sonntag.

Dortmund-Dorstfeld: Zentrum der Neonazi-Szene
wdr
25.09.2018 13:41 Uhr

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Nach erster Einschätzung waren Parolen nicht relevant

Nach Angabe der Polizei von Sonntag wurden die Aufzüge der knapp 200 Extremisten von 80 Beamten in Uniform und Zivil begleitet. Nach einer ersten Einschätzung seien die antisemitischen Parolen strafrechtlich nicht relevant gewesen.

SPD antwortet mit Brandbrief

Das sieht die SPD-Opposition in NRW anders: Neonazis hätten Sätze skandiert wie 'Wer Deutschland liebt, ist Antisemit', heißt es in einem Schreiben an Innenminister Herbert Reul, von dem sie nun Aufklärung fordern.

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