Alexander Dobrindt | Bildquelle: dpa

CSU-Landesgruppenchef Auch Dobrindt will nicht mit der AfD

Stand: 29.09.2018 02:48 Uhr

Der neue CDU-Fraktionschef in Sachsen schließt eine Koalition mit der AfD nicht aus - im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen. Jetzt hat sich auch CSU-Landesgruppenchef Dobrindt gegen eine Zusammenarbeit ausgesprochen.

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt eine Zusammenarbeit der Union mit der AfD ausgeschlossen. "Die AfD ist unser erklärter politischer Gegner", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wer eine Zusammenarbeit mit der Partei nicht ausschließe, habe "nicht alle Latten am Zaun".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt. | Bildquelle: dpa
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Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss eine Koalition mit der AfD kategorisch aus.

Dobrindt reagierte damit auf Äußerungen des neuen CDU-Fraktionschefs im sächsischen Landtag, Christian Hartmann, der die Frage nach einer möglichen Koalition mit der AfD offen gelassen hatte. Vor Merkel schlossen bereits CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer ein solches Bündnis aus. Im September 2019 wird in Sachsen ein neuer Landtag gewählt. In der CDU gab es bereits wiederholt Debatten um Bündnisse mit der AfD auf Landesebene.

Für Beobachtung einzelner Funktionäre

Dobrindt sprach sich außerdem dafür aus, einzelne AfD-Funktionäre vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die Partei bewege sich immer mehr nach rechts außen und reiße "die Grenzen zum Rechtsextremismus ein", sagte der CSU-Landesgruppenchef. Tendenzen der Radikalisierung seien unübersehbar: "AfD-Politiker marschieren Seit' an Seit' mit Hooligans und Rechtsextremisten."

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 29. September 2018 um 03:00 Uhr.

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