Trotz Verbotshinweisen suchen Schwimmer an der Ostsee das kühle Nass.

DLRG zieht Jahresbilanz Zahl der Badetoten gesunken

Stand: 19.03.2015 13:59 Uhr

Trotz vieler Badeunfälle an Nord- und Ostsee im Sommer vergangenen Jahres ist die Zahl der Badetoten gesunken. 392 Menschen kamen laut DLRG ums Leben, 446 waren es noch 2013. Die meisten starben in Binnengewässern - die überwiegende Zahl der Badetoten waren Männer.

Immer noch sterben Hunderte Menschen in deutschen Gewässern, doch die Zahl ist rückläufig: Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 392 Badetote. Das waren 54 weniger als im Jahr davor, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Hannover mit. Die meisten Menschen (78 Prozent) starben demnach in Binnengewässern wie Flüssen, Seen oder Kanälen. In Nord- und Ostsee ertranken 34 Menschen, in Schwimmbädern 14, in privaten Gartenteichen und Swimming Pools fünf.

"Die meisten Uferzonen von Flüssen und Seen sind unbewacht, damit steigt das Risiko für Badegäste und Wassersportler erheblich an", sagte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje.

Männer sind den Angaben zufolge insgesamt viel gefährdeter als Frauen: Rund 80 Prozent der Opfer waren laut DLRG männlich, gut die Hälfte aller Opfer war älter als 50 Jahre. Lediglich 20 Prozent waren weiblich.

Zwei DLRG-Rettungsschwimmer hieven beim Training im Meer ein Puppe in ein Schlauchboot.
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"Retten lernen" ist das Motto der DLRG.

Mehr Ertrunkene im Meer

Deutlich erhöhte sich im Jahresvergleich die Zahl der Ertrunkenen im Meer: Im vergangenen Jahr starben 34 Menschen in den Wellen von Nord- und Ostsee, ein Plus von 8,7 Prozent.

Die DLRG kündigte für die Urlaubssaison eine Aufklärungs- und Informationsoffensive an, unteren anderem mit einer Smartphone-App. Die ehrenamtlich tätige DLRG übernimmt in Deutschland die Wasserrettung und gibt Schwimmkurse.

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