Hardware-Nachrüstung

945.000 Handwerker-Diesel profitieren

Stand: 13.11.2018 04:56 Uhr

Bei Dieselfahrzeugen von Handwerkern und Lieferdiensten will der Bund die Hardware-Nachrüstung weitgehend finanzieren. Von dieser Förderung könnten laut Bundesregierung 945.000 Fahrzeuge profitieren.

Von der geplanten staatlichen Förderung der Hardware-Nachrüstung könnten laut Schätzung der Bundesregierung etwa 945.000 der Diesel-Fahrzeuge von Handwerkern und Lieferdiensten profitieren. Diese Zahl habe das Verkehrsministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion genannt, berichtete die "Rheinische Post". Hinzu kommen etwa 28.000 schwere kommunale Fahrzeuge wie Müllwagen, deren Motorumbau ebenfalls durch den Bund mitfinanziert werden soll.

Die Große Koalition hatte sich Anfang Oktober auf ein Paket von Maßnahmen verständigt, um die Stickoxid-Belastung in den Städten zu reduzieren und Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge so weit wie möglich zu verhindern. Die Einigung sieht unter anderem vor, dass der Bund die Hardware-Nachrüstung von Handwerker- und Lieferwagen zu 80 Prozent finanzieren will. Daselbe gilt auch für schwere kommunale Fahrzeuge.

Mit der Förderung der Nachrüstung will der Bund zur Einhaltung der Grenzwerte beitragen.

Von der Förderung sollen ab Anfang 2019 Fahrzeughalter in 65 Städten profitieren, in denen der Stickstoffdioxid-Wert im Jahresmittel 2017 über den Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter lag. Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Oliver Luksic, kritisierte, dass die Bundesregierung noch keine Angaben zu konkreten Anforderungen für die vorgesehene Förderung der Nachrüstungen oder zu den Kosten mache. "Unklarheit über die möglichen Kosten ist angesichts von fast einer Million betroffenen Fahrzeugen nicht hinnehmbar", sagte er der "Rheinischen Post".