Der ehemalige Herausgeber der Bild-Zeitung, Kai Diekmann | Bildquelle: dpa

Karriere als Berater Ex-"Bild"-Chef Diekmann geht zu Uber

Stand: 14.04.2017 14:04 Uhr

Kai Diekmann hat ein neues Betätigungsfeld gefunden. Nachdem er seinen Posten als Herausgeber der "Bild"-Zeitung aufgegeben hatte, steigt er nun bei dem Fahrdienstanbieter Uber ein - als Ratgeber in politischen Fragen.

Der ehemalige Chef der "Bild"-Zeitung, Kai Diekmann, wird Berater des amerikanischen Transportdienstes Uber. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, soll der 52-Jährige Mitglied des "Public policy advisory board" werden und als Ratgeber in politischen Fragen zum Einsatz kommen.

Prominente Runde

Für Uber ist das Gremium keine Lobbyvertretung, sondern ein "interner Feedbackkanal", hieß es. Einmal im Jahr träfen sich die Mitglieder in San Francisco. Der Einsatz für das mit mehr als 60 Milliarden US-Dollar bewertete Start-up-Unternehmen wurde bisher mit Firmenanteilen kompensiert, wie der "Spiegel" berichtet. Die prominente Runde reiche vom früheren US-Verkehrsminister Ray LaHood bis zur ehemaligen EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Teile des Uber-Angebots verboten

Diekmann hatte den Springer-Konzern Ende Januar auf eigenen Wunsch verlassen. Er war zuletzt Herausgeber der "Bild"-Gruppe, zuvor war er von 2001 bis 2015 "Bild"-Chefredakteur. Im Sommer 2012 hatte Diekmann im Silicon Valley in Kalifornien hospitiert, um Digitalisierungsstrategien kennenzulernen.

Der Transportdienst Uber wird von vielen kritisch gesehen. In mehreren Ländern debattieren Politik und Öffentlichkeit über den als aggressiv empfundenen Taxi-Konkurrenten, bei dem die Vermittlung direkt zwischen Kunden und Fahrern stattfindet. In Deutschland sind Teile des Angebots von Uber seit 2015 verboten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 18. April 2017 um 15:46 Uhr

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