DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend Union im Umfrage-Höhenflug

Stand: 04.01.2013 16:52 Uhr

Für CDU und CSU ist es ein guter Start ins Wahljahr. Der Aufwärtstrend in der Wählergunst hält an - zumindest laut Umfragen. Im aktuellen ARD-DeutschlandTrend erreichen CDU und CSU mit 41 Prozent ihren besten Wert seit November 2007. Damit ist die Union so stark wie SPD und Grüne zusammengenommen. Ein Fortbestand der schwarz-gelben Koalition bleibt aber unwahrscheinlich, denn die FDP verharrt auf niedrigem Niveau. Vier Prozent erreicht sie im DeutschlandTrend.

SPD und Grüne sacken ab

Die SPD hat inzwischen zwar einen Kanzlerkandidaten - doch in Umfragen geht es seit der Kür von Peer Steinbrück stetig bergab. Schon im Vormonat verlor die Partei in der Wählergunst und im Dezember setzte sich der Abwärtstrend fort. Aktuell liegt die SPD noch bei 29 Prozent.

Und auch die Grünen verlieren. Sie kommen jetzt auf zwölf Prozent, ein Punkt weniger als im November.

Die Linkspartei verliert einen Punkt und kommt auf sechs Prozent. Die Piraten gewinnen zwar einen Punkt hinzu, erreichen aber trotzdem nur vier Prozent - zu wenig für den Einzug ins Parlament.

Sonntagsfrage vom 4. Januar 2013

Sonntagsfrage vom 4. Januar 2013: So würden die Befragten wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.

Der ausführliche ARD-DeutschlandTrend wird wegen der Feiertage erst in der kommenden Woche erhoben und am 10.01.2013 veröffentlicht. Doch schon die Ergebnisse der Sonntagsfrage dürften bei der Union für gute Laune und bei der SPD für lange Gesichter sorgen. Merkel-Herausforderer Steinbrück macht mit Kanzlergehaltsvorstellungen von sich reden - das schlägt sich nun auch in den Umfragen nieder.

Für Angela Merkel ist das ein Auftakt nach Maß. Erst recht für ein Jahr wie 2013 mit einer Bundestagswahl und zwei Landtagswahlen - die erste gleich im Januar in Niedersachsen und die zweite im September in Bayern. In beiden Fällen geht es um Merkels eigene schwarz-gelbe Koalitionsfarbe.

Weil die CDU sich keineswegs darauf verlassen kann, dass die FDP bei den Wahlen die Fünf-Prozent-Hürde überspringt, kämpft sie erst einmal für sich allein. Eine Zweitstimmenkampagne werde es nicht geben, jedenfalls nicht für die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar, machten Merkel und ihr Generalsekretär Hermann Gröhe bereits klar. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister sieht das inzwischen aber offenbar nicht ganz so streng. Er deutete Hilfe für den schwächelnden Koalitionspartner FDP. Es sei gut, wenn ein paar CDU-Wähler ihre Zweitstimme der FDP geben würden, sagte McAllister. Eine offizielle Zweitstimmenkampagne für die FDP gebe es aber weiterhin nicht, betonte der CDU-Politiker.

Druck auf Rösler steigt

Bei der FDP dürfte das magere Vier-Prozent-Ergebnis der Umfrage den Druck auf Parteichef Philipp Rösler erhöhen. Auf dem Dreikönigstreffen in Stuttgart am Wochenende will und muss er das Ruder rumreißen, doch die Rahmenbedingungen für den angeschlagenen Vorsitzenden sind schlecht. Sollte die Niedersachsen-Wahl am 20. Januar für die FDP die erwartete Katastrophe bringen - nämlich das Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde - dann wirds eng für Rösler. Als Nachfolger wird schon seit Wochen Fraktionschef Rainer Brüderle gehandelt. Bis es aber zum Rücktritt Röslrs oder zum Putsch kommt, zerfleischt sich die Partei erstmal selbst. Die FDP fängt im neuen Jahr also da an, wo sie 2012 aufgehört hat: beim internen Streit um ihre Führung.

Untersuchungsanlage DeutschlandTrend

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1.000 Befragte
Erhebungszeitraum: 02.01.2013 bis 03.01.2013
Fehlertoleranz 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%, ** bei einem Anteilswert von 50%

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KOMMENTARE

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Akrat 05.01.2013 • 01:21 Uhr

Nationalismus und Arbeitsmarkt

Merkel profitiert stark davon, andere Völker schlecht zu reden und Deutschland als bestimmer Europas aufzubauen. Der Nationalismus scheint zu ziehen, scheinbar für viele lieber ein wir und die anderen in die Hölle als (gelebte) Solidarität. Zum anderen erscheint es nach Regierungsangeben und Statistik ja auch der Wirtschaft besser zu gehen und sehr viele Menschen stehen im Lohn für Arbeit (Also arbeiten). Wie es den Menschen geht, unter welchen Bedingungen und Löhnen sie arbeiten (z.b.Minijob oder Teil-und Zeitarbeit) wird ignoriert. Problematisch und übersehen ist aber, dass immer mehr Menschen in prekäre Arbeitverhältnisse gedrängt werden und Problem haben ihr Leben zu finanzieren. Aus einem Vollzeit-job macht man mal ganz fix 3 Teilzeitminijobs und 2 Arbeitslose weniger, ok 3 Menschen die von ihrer Arbeit nicht mehr Leben können, aber das scheint der jetzigen Regierung ja egal, hauptsache die Zahlen stimmen.