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DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin Forderung nach Wulff-Rücktritt spaltet Deutsche

Stand: 19.01.2012 06:00 Uhr

Die Kreditaffäre von Bundespräsident Christian Wulff und sein Umgang mit den Vorwürfen stößt bei den Bundesbürgern weiter auf zwiespältige Reaktionen. Im aktuellen DeutschlandTrend im ARD-Morgenmagazin sprechen sich 46 Prozent für einen Rücktritt Wulffs vom Amt des Staatsoberhaupts aus. 45 Prozent vertreten die Auffassung, dass er weiter Bundespräsident bleiben solle. Die Stimmungslage hat sich damit seit der vergangenen Woche kaum verändert.

Deutsche bei Griechenland-Hilfen unentschieden

Ein ähnlich unentschiedenes Bild zeigt sich bei der Frage nach weiteren deutschen Hilfen für das hoch verschuldete Griechenland. 46 Prozent der Bundesbürger sprechen sich dafür aus, auch künftig an der finanziellen Unterstützung festzuhalten. Ebenfalls 46 Prozent der Befragten plädieren umgekehrt dafür, Griechenland nicht weiter zu helfen. Im vergangenen Oktober hatte sich noch eine Mehrheit von 53 Prozent für ein Ende der Finanzhilfen ausgesprochen.

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Union und FDP mit leichten Gewinnen bei der Sonntagsfrage

Bei der Frage, welcher Partei die Deutschen ihre Stimme gäben, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kann die schwarz-gelbe Koalition im Vergleich zum Jahresbeginn Zugewinne verbuchen. Sowohl die Unionsparteien, die nun 36 Prozent erreichen, als auch die FDP, die sich von ihrem historischen Tief wieder leicht erholt und auf drei Prozent kommt, verbessern sich um einen Prozentpunkt. Die SPD verliert einen Prozentpunkt und liegt nun bei 29 Prozent. Auch die Grünen müssen einen leichten Rückgang auf 15 Prozent verkraften. Rot-Grün hätte damit keine Mehrheit im Parlament.

Die Partei Die Linke verzeichnet ein Plus von einem Punkt und hat nun die Unterstützung von sieben Prozent der Befragten. Die Piratenpartei bleibt stabil bei sechs Prozent und würde damit den Einzug in den Bundestag schaffen, wenn am nächsten Sonntag Wahl wäre.

Für den DeutschlandTrend im Auftrag des ARD-Morgenmagazins befragte infratest dimap am 16. und 17. Januar insgesamt 1000 Bundesbürger.