DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend Große Mehrheit für Ausweitung des Ehegattensplittings

Stand: 28.02.2013 17:00 Uhr

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Ausweitung des Ehegattensplittings auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle ARD-DeutschlandTrend von infratest dimap. Demnach sprechen sich 70 Prozent für eine Ausweitung aus, 25 Prozent lehnen diese ab.

Ausweitung Ehegattensplitting auf Homo-Ehen

Ausweitung Ehegattensplitting auf Homo-Ehen

Zustimmung ist parteiübergreifend

Die größte Zustimmung kommt dabei von den Anhängern von Bündnis 90/Die Grünen. Hier sind 87 Prozent der Befragten für eine Ausweitung. Aber auch 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler der Unionsparteien sprechen sich für eine Angleichung aus. Von SPD-Anhängern befürworten 79 Prozent ein Ehegattensplitting auch für homosexuelle Paare, unter den Wählerinnen und Wählern der Linkspartei sind es 58 Prozent.

FDP rutscht unter Fünf-Prozent-Marke

Bei der sogenannten Sonntagsfrage gab es in dieser Woche wenig Bewegung. SPD und FDP verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten auf 27 Prozent. Die FDP wäre mit jetzt nur noch vier Prozent nicht im Bundestag vertreten.

Die Unionsparteien sind dagegen weiter im Aufwind. Sie gewinnen einen Prozentpunkt dazu und stehen nun bei 41 Prozent. Grüne und Linkspartei bleiben stabil bei 15 beziehungsweise sechs Prozent. Die Piratenpartei würde mit weiterhin drei Prozent den Einzug in den Bundestag verpassen.

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Untersuchungsanlage DeutschlandTrend

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / DualFrame
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)

Fallzahl: 1.000 Befragte
Erhebungszeitraum: 26. und 27. Februar 2013

Fehlertoleranz 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%, ** bei einem Anteilswert von 50%

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KOMMENTARE

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HARKONBARANT 01.03.2013 • 01:44 Uhr

ZIELGRUPPE FÜR DAS SPLITTING MUSS NEU DEFINIERT WERDEN!!

DIE ZIELGRUPPE FÜR DAS SPLITTING MUSS NEU DEFINIERT WERDEN!! Statt Ehegattensplittting sollte ein SPLITTINGTARIF zwingend davon abhängig sein, dass mindestens ein oder mehrere KINDER groß gezogen werden. Zusätzlich sollten die steuerlichen Freibeträge und damit finanzielle Entlastung der Erziehungsberechtigten je Kind deutlich angehoben werden. Das ganze ließe sich auch gut finanzieren, da ja etliche kinderlose Ehen und Lebensgemeinschaften dann nicht mehr vom Splittingtarif profitieren würden. Unsere GESELLSCHAFT muss endlich erkennen, dass unsere ZUKUNFT sehr stark von den KINDERN abhängt, die wir (leider zu wenig) hervorbringen und als Gesellschaft entwickeln.