DeutschlandTrend

ARD-DeutschlandTrend Wachsende Mehrheit für Tempolimit

Stand: 28.10.2021 23:55 Uhr

SPD, Grüne und FDP haben sich geeinigt: Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen soll es auch künftig nicht geben. Dabei befürworten immer mehr Menschen eine solche Maßnahme, wie der ARD-DeutschlandTrend für das ARD-Morgenmagazin zeigt.

Schon in den Sondierungsgesprächen haben SPD, Grüne und FDP ein mögliches Konfliktthema ihrer Regierungszusammenarbeit abgeräumt: Ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen soll es auch im Fall einer Ampel-Koalition nicht geben. In diesem Punkt setzte sich die FDP durch.

Doch die Stimmung der Menschen im Land treffen die Ampel-Parteien mit dieser Entscheidung nicht: Gefragt nach sinnvollen Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz, sagt eine deutliche Mehrheit (60 Prozent) im ARD-DeutschlandTrend, ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen gehe in die richtige Richtung. Dieser Wert ist im Vergleich zum Juni um drei Prozentpunkte gestiegen. 38 Prozent der Befragten halten ein generelles Tempolimit hingegen für den falschen Weg.

Im Vergleich dazu stoßen weiter steigende Preise für Lebensmittel, Kraftstoffe und Energie als Beitrag zum Klimaschutz auf deutliche Ablehnung. Eine Preissteigerung bei tierischen Lebensmitteln bezeichnen aktuell nur noch 39 Prozent als eine richtige Maßnahme - neun Prozentpunkte weniger als im Juni. 57 Prozent halten höhere Preise für Fleisch und Milchprodukte hingegen für die falsche Richtung. Auf noch deutlichere Ablehnung stößt eine mögliche weitere Erhöhung des Benzinpreises: 78 Prozent sind dagegen, 19 Prozent dafür. Höhere Energiepreise sehen wiederum 84 Prozent kritisch, nur 14 Prozent können sich mit einer solchen Maßnahme anfreunden.

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ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin

Kein klarer Favorit für CDU-Vorsitz

Während SPD, Grüne und FDP bereits an einem gemeinsamen Regierungsprogramm arbeiten, steht die CDU nach ihrer Schlappe bei der Bundestagswahl vor einer personellen Neuaufstellung. Bei der künftigen Besetzung des Parteivorsitzes haben die Befragten aktuell keinen klaren Favoriten: Von den in der Diskussion stehenden Politikern wird Friedrich Merz das Amt mit 23 Prozent noch am ehesten zugetraut. 19 Prozent halten Norbert Röttgen für am ehesten geeignet, 11 Prozent sagen dies über Jens Spahn. Für Ralph Brinkhaus sprechen sich sechs Prozent aus und fünf Prozent für Carsten Linnemann. Ein gutes Drittel der Bundesbürger kann oder möchte sich in der Frage nicht festlegen.

In den Reihen der CDU-Anhänger liegt Friedrich Merz etwas deutlicher vor seinen Konkurrenten als in der Gesamtbevölkerung, ist aber auch hier weit von einer Mehrheit entfernt: Gut jeder dritte CDU-Anhänger (36 Prozent) traut ihm am ehesten das Amt des Parteivorsitzenden zu. Jeder vierte (25 Prozent) hält am ehesten Norbert Röttgen für geeignet. Jens Spahn würden 14 Prozent bevorzugen, Carsten Linnemann neun Prozent und Ralph Brinkhaus sechs Prozent. Jeder zehnte CDU-Anhänger kann oder möchte sich zwischen den genannten Politikern aktuell nicht entscheiden.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte in Deutschland
Erhebungsmethode: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
Erhebungszeitraum: 26. bis 27. Oktober 2021
Fallzahl: 1.239 Befragte (810 Telefoninterviews und 429 Online-Interviews)
Gewichtung: nach soziodemographischen Merkmalen und Rückerinnerung Wahlverhalten; Sonntagsfrage mit separater Gewichtung
Fehlertoleranz: 2* bis 3** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 10 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Über dieses Thema berichtete das ARD-Morgenmagazin am 29. Oktober 2021 um 06:13 Uhr.